zum vorherigen Artikel

Alle Artikel

Alle Newsletter Artikel können Sie sich hier durchlesen oder danach suchen.

zum nächsten Artikel

Artikel 2021

30.08.2022

Vorsicht Betrug! Schwachstelle Mensch

Mit immer neuen Tricks versuchen Kriminelle, an sensible Daten zu kommen. Der Sohn hat eine neue Handynummer und teilt der Mutter diese über WhatsApp mit. Kurz darauf hat er ein kleines finanzielles Problem…

Ein wenig wunderte sich die Mutter schon über ihren Sohn. Denn kurz nachdem er ihr seine neue Handynummer über WhatsApp mitgeteilt hat, kommt, auch über WhatsApp, eine dringende Bitte. Er sei gerade ein wenig in Not, ob sie für ihn ein paar Überweisungen tätigen könne, er würde das Geld gleich am Folgetag zurückzahlen.

Die Mutter kennt ihren Sohn. Er ist ordentlich und sehr zuverlässig. Und so willigt sie ein und bekommt sofort ein paar Beträge mit Kontonummern für die Überweisung übermittelt. Erst als danach das Dankeschön mit fünf roten Herzen verziert ist, wird sie stutzig. „Das würde mein Sohn niemals machen, das wäre ihm zu kitschig.“

Die Auflösung dieser Geschichte: Der Sohn hat keine neue Handynummer, der ganze Dialog kam von einem Betrüger, die Polizei ist eingeschaltet.


Schwachstelle Mensch – Trickbetrug am Telefon

Der technisch hohe Sicherheitsstandard der Deutschen Kreditwirtschaft zwingt Kriminelle, auf die „Schwachstelle Mensch“ auszuweichen. Mit immer neuen Tricks wird der Versuch unternommen, an Geld, Wertsachen oder Kontodaten zu kommen. Dabei schrecken die Kriminellen vor nichts zurück: Sie rufen ihre Opfer an und geben sich als Mitarbeitende der Polizei aus, die von einem Unfall eines Verwandten berichten oder von einer Einbrecherbande, die in der Nachbarschaft unterwegs ist. Sie organisieren Geldübergaben, nehmen Wertsachen in Empfang, um sie „in Sicherheit“ zu bringen und begleiten die Betrogenen auch gerne zum Geldautomaten.


Banken und Sparkassen fragen nicht am Telefon nach vertraulichen Daten!

Auch bei vermeintlichen Anrufen der Hausbank ist Vorsicht geboten. Grundsätzlich gilt: Mitarbeitende von Instituten werden am Telefon oder im persönlichen Gespräch niemals Passwörter, PINs, TANs oder andere vertrauliche Daten abfragen.


Unsere Tipps, wie Sie sich und andere schützen können:

  • Seien Sie vorsichtig, wenn ein Unbekannter anruft. Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln und unter Druck setzen und beantworten Sie keine persönlichen Fragen.
  • Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein. Übergeben Sie kein Geld, keine Karten und keine Wertsachen an Fremde.
  • Vergewissern Sie sich. Rufen Sie die vermeintliche Institution unter der offiziellen Nummer zurück.
  • Nehmen Sie mit Verwandten, die sich angeblich in Not befinden, direkt persönlichen Kontakt auf.
  • Schalten Sie im Bedarfsfall die Polizei ein.
  • Lassen Sie im Notfall Karten, Konten und Zugänge sofort sperren.
  • Bitte beachten Sie: Wenn Sie eine digitale Karte nutzen, beispielsweise zum Bezahlen mit dem Smartphone, sollten Sie diese ebenfalls sperren lassen.

Bitte weitersagen!


Informieren Sie auch andere Menschen in Ihrem Umfeld. Gerade ältere Personen fallen leicht auf den sog. „Enkeltrick“ herein, bei denen Kriminelle anrufen und sich als Verwandte in Notsituationen ausgeben.

Mehr aktuelle Infos und Präventionstipps zum Themenfeld Smishing, Phishing und Vishing finden Sie in diesem Newsletter auch im Beitrag „Sprunghafter Anstieg von betrügerischer Abzocke“