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Artikel 2021

11/2022

Sicherer Umgang mit Geld und persönlichen Daten im Internet

Wichtige Sicherheitsfragen beim Bezahlen im Internet. Wenn’s ums Geld geht, sind die Schutzmaßnahmen für Hard- und Software umso wertvoller. Speziell beim Bezahlen im Internet gibt es eine zusätzliche Sicherheitsebene zu berücksichtigen: Welche Schutzmaßnahmen gegen Internetkriminelle sind hier Alltagspflicht? 

 

Welche Sicherheitsaspekte sind beim Bezahlen im Internet generell zu beachten?

Im Umgang mit Geld und persönlichen Daten im Internet sind für Verbraucher:innen Sorgfaltspflichten und Sicherheitsregeln ebenso verbindlich wie die gesetzlichen Schutzverpflichtungen für die Finanzindustrie. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch die Komplexität der Technik, die Hektik des Alltags und leider auch die zunehmende Raffinesse der Betrüger:innen stellen eine wachsende Herausforderung dar. Sie können sich schützen, wenn Sie sich eine grundsätzliche Wachsamkeit beim Online-Bezahlen zu eigen machen und sich an drei Säulen orientieren: Hardware-Software-Hygiene, Händler:innen-Check und Betrugsprävention.

Hardware-Software-Hygiene

1. Auf eine sichere Internetverbindung achten!

  • Wird im Internetbrowser die Webseitenadresse mit https angezeigt?
  • Ist ein Schlosssymbol in der Browserzeile vor der Webadresse zu sehen?
  • Wird nur ein Teil der Kartennummer im Klartext angezeigt?
  • Liegt aktuell ein Update für den Browser (Chrome, Firefox, Safari, Vivaldi o.a.) vor?

 

2. Virenschutz nutzen!

  • Verfügt der Computer über einen voreingestellten Virenschutz (Defender, Gatekeeper) – und ist der auch eingeschaltet?
  • Ist nur der betriebssystemeigene Virenscanner aktiv, den Hacker:innen am häufigsten angreifen?
  • Sind externe Anti-Viren-Programme zusätzlich installiert – und aktuell?
  • Ist die Firewall professionell aufgestellt?
  • Könnte mal wieder ein Viren-CleanUp gemacht werden?

Händler-Check

1. Seriosität der Anbieter:innen überprüfen!

  • Handelt es sich um eine verifizierte Verkaufswebseite mit entsprechenden Sicherheitssiegeln (Trusted Shops, TÜV o.ä.) – und tragen die Siegel ein Verifizierungsdatum?
  • Behaupten die Anbieter:innen, sich in Deutschland zu befinden, geben aber eine ausländische Geschäftsadresse an?
  • Was sagen die Käuferbewertungen?
  • Hat die Website ein Impressum – und sind die Angaben vollständig rechtskonform? (Mindestangaben für ein Impressum sind Name, Anschrift, Rechtsform und Kontaktdaten.)


2. Geschäfts- und Rückgabekonditionen lesen!

  • Sind diese Angaben eher versteckt oder gar nicht auf der Website zu finden?
  • Sind Umtauschmöglichkeiten klar geregelt?
  • Lassen die Online-Anbieter:innen von Massenproduktionsware korrekterweise Rücksendungen zu?

 

Betrugsprävention

Phishing-Betrug ausschließen!

  • Wirkt die Website echt oder gibt es Anzeichen für eine Fälschung wie z.B. auffällige Schwächen in Rechtschreibung oder Gestaltung?
  • Wirkt die E-Mail schon im Eingangsordner merkwürdig, weil die Absenderadresse seltsam erscheint oder im Betreff Schreibfehler auftauchen?
  • Beginnt die E-Mail mit einer dubiosen Anrede („Hallo Kunde“)? Ist der Inhalt in formal korrektem Deutsch verfasst? Wird außerordentliche Dringlichkeit vorgetäuscht und nach vertraulichen Daten gefragt?
  • Enthält die E-Mail einen Link, den Sie anklicken sollen? (Tun Sie das bitte niemals, er könnte zu einer gefälschten Webseite führen, Späh-Software einschleusen etc.)
  • Sollen im Hilfechat Kontodaten eingegeben werden? (Banken und Sparkassen fragen niemals Zugangsdaten, PINs oder TANs per E-Mail ab.)

Im Verdachtsfall: Rechtzeitig Konto sperren!

  • Bei Verdacht auf Hacking, Phishing oder sonstige Betrugsversuche unverzüglich Konto sperren lassen.

Sperr-Notruf 116 116 wählen!

  • Bei Verlust oder Diebstahl der Karte sofort die 116 116 anrufen (bei Verständigungsproblemen Fax-Formulare von der Sperr-Notruf Website nutzen). Der Notruf ist jederzeit erreichbar und dient als zentrale Sperrvermittlung auch für Online-Banking, Kreditkarten und andere elektronische Ausweismedien.
  • Kostenlos den SOS-Infopass und die Sperr-Notruf App von der Sperr-Notruf Website herunterladen.


Neben dem sehr bekannten Phishing gibt es noch eine Vielzahl anderer Betrugsmethoden, wie z.B. Smishing, Vishing, Quishing. Lesen Sie mehr dazu:

https://www.kartensicherheit.de/oeffentlich/newsletter/alle-artikel/artikel-2021/sms-phishing-und-vishing-nehmen-massiv-zu.html

https://www.kartensicherheit.de/oeffentlich/newsletter/alle-artikel/artikel-2021/phishing-immer-noch-ein-thema.html

https://www.kartensicherheit.de/oeffentlich/newsletter/alle-artikel/artikel-2021/cyberkriminalitaet-onlinebetrug-bei-bankgeschaeften-nimmt-zu.html

 


Quellen

https://www.heise.de/tipps-tricks/Sicher-bezahlen-im-Internet-das-sollten-Sie-beachten-3927132.html