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25.11.2021

Mit dem Gesicht bezahlen?

Kontaktloses Bezahlen per Gesichtserkennung ist in China und Russland bereits im Alltag angekommen. Wussten Sie, dass die Face-ID schon für einen beachtlichen Teil der Menschheit tägliche Realität ist? kartensicherheit.de erklärt die Technik und wirft einen Blick über den europäischen Zaun. 

 

Spätestens seit der Veröffentlichung der zweiten europäischen Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2), im Kontext der starken Kundenauthentifizierung, sind biometrische Identifizierungsverfahren im Gespräch. Die Fälschungssicherheit von Fingerabdruck, Augen-Iris- oder Gesichtsscan gilt als unüberwindlich. Anhand einzigartiger physischer Merkmale ermöglichen diese Techniken eine unverwechselbare Zuordnung, sogar bei eineiigen Zwillingen. Gegenwärtig gehört die Gesichtserkennung zu den am meisten diskutierten Möglichkeiten. Fakt ist: Die Technik macht, global betrachtet, extreme Fortschritte.


Wo kontaktloses Bezahlen per Gesichtserkennung Normalität ist

Wenn große Menschenmassen unterwegs sind, sorgt schnelles Vorankommen und kontaktloses Bezahlen für weniger Stress, erst recht in der Rush Hour. In der Megacity Moskau schauen die Menschen einmal in die Kamera und passieren die Schranke, um schnell in die U-Bahn einzusteigen und zum nächsten Ziel zu eilen.

An allen U-Bahn-Stationen der russischen Hauptstadt lassen sich Fahrscheine mit Face Pay kaufen. Schon am ersten Tag ihrer Einführung haben 25.000 Fahrgäste ihre Tickets per Gesichtserkennung bezahlt. Dazu hatte jeder zuvor ein Foto von sich, seine Kreditkartendaten und Karten für Bus und Bahn über eine App hochgeladen. Die App-Technologie verknüpft Kreditkartendaten und Gesicht. Denn die Kamera an der U-Bahn-Schranke muss das Gesicht des Fahrgastes erkennen und seiner Kreditkarte zuordnen.

In China erledigt der Dienst WeChat für knapp eine Milliarde Menschen fast alles im Alltag, wobei erforderliche Identifikationen auch per Gesichtserkennung erfolgen. Ob zur Nutzung von WeChats Bezahlsystem, in dem Hunderte Milliarden Yuan kreisen, ob zum Einsteigen in ein Flugzeug oder als Ersatz für den Wohnungsschlüssel. Auch mit Masken klappt die Gesichtserkennung.


Wie funktioniert eine Gesichtserkennung?

Mit einer Kamera wird das Gesicht aufgenommen und mit zuvor gespeicherten Daten verglichen. Dazu wird das Gesichtsbild digitalisiert; eine Erkennungssoftware berechnet aus diesen Daten die charakteristischen Eigenschaften des Gesichts. Diese Bearbeitungsergebnisse, sog. Templates, sind es eigentlich, die dann zum Vergleich genutzt werden. Entscheidend sind die charakteristischen Merkmale der Gesichtszüge, die sich mit der Mimik nicht ständig verändern, wie die Lokalisierung der Augen, die oberen Kanten der Augenhöhlen oder Wangenknochen. Durch ein Gitternetz, das in dem Bildverarbeitungsprogramm über das Gesicht gelegt wird, werden die Merkmalpunkte vermessen.


Entwicklungstreiber Smartphone

Das Handy als unverzichtbarer Begleiter wird durch Bezahl-Apps erst recht zum Träger sensibler Inhalte und dementsprechend gewinnt auch der Schutz vor Fremdzugriffen an Bedeutung. Der Fingerabdruck als biometrisches Identifizierungsverfahren wird von vielen Herstellern angeboten. Und seit neuere Geräte eine Performance wie ein PC bieten, ist auch die Gesichtserkennung im Smartphone angekommen.

 

Quellen:
https://www.futurezone.de/digital-life/article191814/zahlen-per-gesichtserkennung-face-pay-startet-in-die-erste-runde.html

https://mixed.de/china-verschaerft-regeln-fuer-gesichtserkennung/

https://t3n.de/news/coronavirus-gesichtserkennung-1256638/

https://www.nzz.ch/technologie/mein-neues-digitales-leben-in-china-ld.1648916?reduced=true

 



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