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19.12.2019

Bekanntheit der Sperr-Notrufnummer 116 116

Die 116 116 kennen immer mehr Menschen. Aber bitte nicht verwechseln!

Rufnummern für Polizei, Feuerwehr, Sanitäter – und den Sperrdienst für die Karte sollten die Bürger kennen. Können Sie die Nummern auseinanderhalten?

Nach der ersten Schrecksekunde sollte jeder Bürger im Notfall schnell Hilfe alarmieren können. Das gilt bei Gefahren für Leib und Leben – und für das Konto ebenso! Bei Verlust oder Diebstahl der Zahlungskarte sollten Sie keine Zeit verlieren, sondern direkt den Sperr-Notruf 116 116 wählen.

Die Bekanntheit der Sperrnummer ist gestiegen
Wie neueste Messungen des unabhängigen Marktforschungsinstitutes Kantar zeigen, geben im Dezember 2019 mehr Leute an, die bundesweit einheitliche Rufnummer 116 116 zu kennen. Mit ja antworteten 39,1 % gegenüber 34,6 % in 2018 bzw. 30,4 % in 2017.

Die Popularität verbreitert sich mit zunehmendem Alter. Den geringsten Bekanntheitswert hat die 116 116 bei der jüngsten Altersgruppe der Kartennutzer von 16 bis 24 Jahren (14,1 %). Der höchste Bekanntheitswert (24,1 %) gilt bei der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre, dicht gefolgt von den 45- bis 54-Jährigen (23,9 %).

Nicht mit dem ärztlichen Notdienst verwechseln!
Die Befragungen in diesem Jahr haben auch eine Schwierigkeit aufgedeckt: Die Zuordnung zum richtigen Verwendungszweck gelingt nicht ausreichend. Am häufigsten kommt es zur Verwechslung mit medizinischen Hilfsangeboten (27,3 %), allen voran der ärztliche Bereitschaftsdienst (16,2 %).

Noch höher fallen diese Werte ausgerechnet bei denjenigen Befragten aus, die zunächst angaben, die 116 116 zu kennen. Betrachtet man diese Gruppe separat, nennen medizinische Hilfsangebote sogar 36,4 % und den ärztlichen Bereitschaftsdienst 24,6 %.

Diese Eselsbrücke hilft
Wie merkt man sich den Sperr-Notruf für die Karte? Indem man sich zunächst einmal Folgendes klar macht: Nahezu alle Notrufnummern beginnen mit 11 und in der Aufregung erinnert man sich daran wohl auch noch – entscheidend ist, was hinten raus kommt. Die kurzen dreistelligen Nummern, die in Sekundenbruchteilen wählbar sind, sind den Lebensrettern mit Blaulicht und Sirene vorbehalten. Die längeren Nummern gebühren einer weniger dramatischen Kategorie von Bereitschaftsdiensten ohne Sirene. Dazu gehört auch der Sperr-Notruf für die Karte.
Statt Tatütata erscheinen hier die Zahlen wie ein Stakkato durch die Wiederholungsfolge 116 116. Die gebetsmühlenartige Wiederkehr der Ziffern erinnert an hypnotisches Rotieren, so wie im Blaulicht der Hohlspiegel um die Glühbirne dreht.
Wie Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst davon getrennt halten können? Er enthält die Ziffer Sieben, eine höhere Zahl – Ihre Gesundheit ist ja auch ein höheres Gut.

110 Polizei
112 Rettungsdienst und Feuerwehr
116 116 Sperr-Notruf für die Karte
116 117 ärztlicher Bereitschaftsdienst

Was die 116 116 so alles kann
Unter der 116 116 erreichen Sie die zentrale Anlaufstelle zur Sperrung elektronischer Berechtigungen – also in erster Linie von Medien wie Kredit- und girokarte. Dazu gehören aber auch die elektronische Identitätsfunktion des neuen Personalausweises oder des Heilberufsausweises, SIM-Karten, Online-Banking- und E-Mail-Accounts, Kundenkarten mit Zahlungsfunktion, Mitarbeiterausweise mit elektronischer Zugrifsskontrolle, Remote Access Systeme und elektronische Signaturen bzw. Trägermedien von Zertifikaten. Welche Unternehmen dem Sperr-Notruf mit welchen sperrbaren Medien angeschlossen sind, kann dem Teilnehmer-Finder auf der www.sperr-notruf.de Seite entnommen werden.

Der Sperr-Notruf 116 116 ist aus Deutschland rund um die Uhr erreichbar und kostenfrei. Für Sprach- und Hörgeschädigte gibt es Faxformulare zum Herunterladen.

Sperr-Fax für Debitkarten

Sperr-Fax für Kreditkarten




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