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29.11.2016

Studie: Bezahlen im Einzelhandel wird einfacher, schneller und vielfältiger

Das mobile Bezahlen wird sich bis 2018 auch in Deutschland etabliert haben. Dies ist das Ergebnis der aktuellen „Mobile in Retail Studie 2016“, für die die EHI Retail Institute GmbH im Auftrag der GS1 Schlüsselunternehmen aus Handel, Banken, Mobilfunk und Zahlungsdiensteanbietern zum Thema Mobile Commerce befragt hat.

„Bar, Karte oder Smartphone: Die Frage nach dem Entweder-Oder wird sich beim Zahlungsmittel auf absehbare Zeit nicht stellen. Ganz sicher wird der Zahlungsmarkt aber vielfältiger“, fasst GS1 in seiner Presseerklärung das Hauptergebnis der Studie zusammen. GS1 ist eigenen Angaben zufolge ein Not-for-Profit Unternehmen, das Lösungen für die Optimierung von Prozessen in Unternehmen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt.

Im Handel sei laut Studie eine Zukunft ohne Mobile Commerce nicht mehr denkbar. Für 86% der befragten Händler gehöre der mobile Kanal, egal ob als Shop, als Zahlungsmittel oder im Couponing, zum Omnichannel-Portfolio.

Auch die Deutsche Kreditwirtschaft, also Banken und Sparkassen, geht der Studie zufolge davon aus, dass sich Mobile Payment bis 2018 in der Breite etabliert haben wird. „Grund dafür ist, dass neben Kreditkarte und VPay/ Maestro künftig auch die girocard im Smartphone hinterlegt werden kann“, heißt es. Dafür sorge auch eine für Händler attraktivere Gebührenstruktur für Kartenzahlungen.

85% der Händler seien überzeugt, dass sich die Kartenzahlung dadurch insgesamt stärker durchsetzen werde – selbst für kleinere Beträge. Stationär hätte dabei die girocard für 59% der Händler die Nase vorn, im Omnichannel-Business sehen dagegen 89% die Kreditkarte an der Spitze. Großes Potenzial für Mobile Payment liegt den Händlern zufolge auch in den von der Europäischen Zentralbank vorbereiteten Instant Payments.

Doch nicht nur die Banken und Sparkassen bringen GS1 zufolge Bewegung in den Markt für Mobile Payment. Auch Mehrwertdienste wie Coupons sorgen ab 2017 für Breitenwachstum. Werden Coupons bisher mehrheitlich Code-basiert eingelöst, glauben 62% der Händler, dass die Zukunft in NFC (Near Field Communication) liege. „Damit wird der Couponing-Prozess an der Kasse einfacher, schneller und vom Payment nicht mehr abgekoppelt sein“, ist Ercan Kilic, Abteilungsleiter Mobile Solutions/ Finance bei GS1 Germany, laut Presserklärung überzeugt.

Unberührt von allen Entwicklungen im Markt der Karten- und mobilen Zahlmethoden bleibe das Thema Bargeld. Eine Mehrheit von 94% aller Händler spreche sich sogar gegen die immer wieder diskutierte Abschaffung von Bargeld aus.

Die gesamte Studie sowie eine Infografik stellt das GS1 hier zur Verfügung: https://www.gs1-germany.de/service/presse/meldung/meldung/mobile-in-retail-studie-2016-bezahlen-wird-einfacher-schneller-und-vielfaeltiger-484/