Clever durchs Jahr mit girocard & Co.
Zwölf Monate, zwölf Impulse: Darauf kommt es an. Kompakte Tipps für mehr Sicherheit beim Bezahlen, Banking und Online-Shopping.

Ein neues Jahr bringt frische Energie, gute Vorsätze und jede Menge Pläne. Während manches davon im Alltag schnell wieder an Schwung verliert, sollte eines dauerhaft bleiben: ein wachsames Auge auf die eigenen Finanzen. Dieser Ratgeber begleitet Sie Monat für Monat durch das Jahr und zeigt, wie Sie Betrugsversuche früh erkennen und finanzielle Risiken gezielt reduzieren.
Januar: Die PIN im Kopf, nicht im Portemonnaie
Die PIN ist der Schlüssel zu Ihrem Geld. Notieren Sie diese niemals, weder auf der Karte noch im Smartphone. Wer sich Zahlenfolgen schwer merken kann, der kann mit persönlichen Eselsbrücken arbeiten: Verknüpfen Sie jede Ziffer mit einem Bild oder einer Minigeschichte, die nur Sie kennen, etwa Einstein (1) fährt einsam (1) Dreirad (3) im Siebengebirge (7). Entscheidend ist nicht die Originalität der Geschichte, sondern dass die Merkhilfe für Sie funktioniert.
Merksatz: Was sich nicht finden lässt, kann auch nicht gestohlen werden.
Februar: Vorsicht bei betrügerischen Nachrichten
Ob Paketankündigung, Zahlungsaufforderung oder die angebliche Warnung der Bank oder Sparkasse: Betrügerische SMS, E-Mails oder Messenger-Nachrichten zielen auf Zeitdruck und unbedachte Klicks. Öffnen Sie keine Links oder Anhänge aus unerwarteten Nachrichten und geben Sie keine Zugangsdaten weiter, auch dann nicht, wenn der Absender vertraut wirkt.
Merksatz: Seriöse Institutionen fordern keine sensiblen Daten per WhatsApp, SMS oder E-Mail an.
März: Wachsam bei Schockanrufen und Vishing
Kriminelle geben sich am Telefon als Bankmitarbeitende, Polizei oder Angehörige aus und setzen gezielt auf Angst und Dringlichkeit. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie solche Gespräche konsequent und nehmen Sie Kontakt nur über bekannte Rufnummern auf. Geben Sie niemals Informationen zu Konten, Karten oder TANs am Telefon preis.
Merksatz: Echte Hilfe drängt nicht. Betrug fast immer.
April: Individuelle Limits sind kein Aprilscherz
Kontolimits sind ein wirksames Sicherheitsinstrument. Prüfen Sie Ihre Kontoeinstellungen und passen Sie Tages- und Wochenlimits für Bargeldabhebungen, Kartenzahlungen und Überweisungen an Ihren tatsächlichen Bedarf an. So begrenzen Sie mögliche Schäden, falls Karte oder Zugangsdaten in falsche Hände geraten. Limits lassen sich bei Bedarf schnell erhöhen, Schäden dagegen leider nicht per Klick rückgängig machen.
Merksatz: Weniger Verfügungslimit ist kein Scherz, sondern Schutz.
Mai: Sicher mobil bezahlen
Das Smartphone ist längst zur digitalen Geldbörse geworden. Schützen Sie Ihr Gerät mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung und sperren Sie den Bildschirm konsequent. Nutzen Sie fürs Online-Banking keine öffentlichen WLAN-Netze und sperren Sie digitale Karten sofort, wenn das Gerät verloren geht.
Merksatz: Wer sein Smartphone schützt, schützt auch das eigene Konto.
Juni: Reisekasse – Sicher in die Ferien
Setzen Sie im Urlaub auf eine Kombination aus girocard und Kreditkarte und bewahren Sie diese stets getrennt voneinander auf. Große Bargeldbeträge sind unnötig, für den Start reichen meist 100 bis 200 Euro in kleinen Scheinen aus. Prüfen Sie vorab Verfügungsrahmen und Auslandseinstellungen Ihrer Karten. Alles, was Sie unterwegs nicht benötigen, gehört in den Hotelsafe.
Merksatz: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete.
Juli: Diskretion an Kasse und Geldautomat
Ob Supermarktkasse oder Geldautomat: Achten Sie immer auf Abstand und verdecken Sie die Tastatur bei der PIN-Eingabe. Nutzen Sie dafür Ihre freie Hand oder den Geldbeutel. Lassen Sie sich nicht bedrängen, weder von Wartenden noch von der eigenen Ungeduld. Behalten Sie Ihre Karte stets im Blick und geben Sie diese weder im Restaurant noch im Hotel aus der Hand.
Merksatz: Ihre PIN ist privat, bitte denken Sie immer daran.
August: Achtsamkeit im Gedränge
Volle Promenaden, Märkte und Verkehrsmittel bieten ideale Bedingungen für Ablenkungsmanöver. Gespräche, Gedränge oder scheinbare Hilfsangebote zielen oft darauf ab, Ihre Aufmerksamkeit umzulenken. Tragen Sie Wertsachen körpernah und verteilen Sie Bargeld und Karten auf mehrere Stellen. Freundliche Gespräche im Urlaub sind willkommen. Beim Schutz Ihrer Wertsachen ist jedoch gesunde Zurückhaltung gefragt.
Merksatz: Aufmerksamkeit ist der beste Reisebegleiter.
September: Zwei-Faktor-Authentifizierung ernst nehmen
Bestätigen Sie Zahlungen oder Änderungen per App oder TAN nur dann, wenn Sie diese selbst ausgelöst haben. Lassen Sie sich niemals zu Freigaben überreden, unabhängig von der Geschichte dahinter. Push-Benachrichtigungen helfen, ungewöhnliche Kontobewegungen sofort zu erkennen.
Merksatz: Keine Zahlungsfreigabe ohne eigenen Auftrag.
Oktober: Sicher online einkaufen
Mit Rabattaktionen steigt auch die Zahl unseriöser Shops. Prüfen Sie Online-Angebote sorgfältig: vollständiges Impressum, plausible Internetadresse und sichere Verbindung sind Pflicht. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, lohnt ein zweiter Blick. Nutzen Sie sichere Bezahlverfahren und meiden Sie Shops, die nur Vorkasse verlangen.
Merksatz: Misstrauen ist beim Online-Shopping kein Fehler, sondern Vorsichtsmaßnahme.
November: Bei Verlust oder Verdacht sofort reagieren
Bei verdächtigen Abbuchungen oder Kartenverlust zählt jede Minute. Sperren Sie physische und digitale Karten sowie Online-Banking-Zugänge sofort rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116 116 oder per SperrApp.
Merksatz: Schnelles Handeln begrenzt finanziellen Schaden.
Dezember: Digitalen Kassensturz machen
Nutzen Sie den Jahresausklang, um Daueraufträge, Abonnements und gespeicherte Zahlungsdaten zu prüfen. Löschen Sie nicht mehr genutzte Konten und Profile bei Online-Shops oder Diensten, die Sie nicht mehr nutzen. Je weniger Daten im Umlauf sind, desto geringer ist das Risiko bei möglichen Datenlecks.
Merksatz: Ein aufgeräumter digitaler Fußabdruck schützt auch im neuen Jahr.

