Spoofing erkennen: Wenn Kriminelle falsche Identitäten nutzen.

Spoofing täuscht vertrauenswürdige Absender vor. Erfahren Sie, wie die Betrugsmasche funktioniert und wie Sie sich wirksam schützen.

Social Engineering 2 Min. Lesezeit

Schriftzug „Spoofing“ vor leuchtenden Leiterbahnen in Blau

Eine E-Mail vom Vorgesetzten, ein Anruf der Bank oder eine Nachricht eines bekannten Unternehmens: Beim Spoofing manipulieren Betrügerinnen und Betrüger die technischen Informationen in der Kommunikation, um ihre eigentliche Herkunft zu verschleiern. Dabei werden angezeigte Absenderadressen von E-Mails oder Telefonnummern verfälscht oder bekannte Webseiten nachgeahmt. Auf den ersten Blick wirkt die Kontaktanfrage echt und legitim, die Fälschung ist zunächst schwer zu durchschauen.

Spoofing ist die Technik, Phishing ist die Taktik

Spoofing bezeichnet die technische Täuschung. Besonders gefährlich wird es, wenn Cyberkriminelle diese Täuschung mit psychologischer Manipulation, also Social Engineering, verbinden und Phishing betreiben. Sie nutzen die gefälschte Identität einer vertrauenswürdigen Person oder seriösen Organisation, um die Zielpersonen unter Zeitdruck und mit Autorität zur Preisgabe sensibler Daten oder anderen Handlungen zu bewegen. Typische Behauptungen sind: Das Konto müsse überprüft werden, eine Rechnung sei offen oder ein Sicherheitsproblem erfordere sofortige Maßnahmen.

So erkennen Sie E-Mail-Spoofing

Um sich zu schützen, sollten Sie Absenderangaben stets sorgfältig prüfen. Achten Sie auf ungewöhnliche Schreibweisen oder leicht veränderte E-Mail-Adressen. Öffnen Sie Links und Anhänge nur, wenn Sie deren Herkunft eindeutig verifizieren können und seien Sie bei unerwarteten Kontaktaufnahmen besonders vorsichtig. Starke Passwörter und die Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen Sie zusätzlich.

Warnsignal: Forderung nach Zugangsdaten

Seriöse Unternehmen, Banken und Sparkassen fordern Passwörter, TANs, PINs oder andere sensible Zugangsdaten grundsätzlich nicht per E-Mail, Handynachricht oder Telefon an. Wenn Sie von jemandem nach solchen Daten gefragt werden, handelt es sich um einen Betrugsversuch.

Verdacht auf Spoofing: Das ist jetzt zu tun

Wenn Sie vermuten, dass Sie Ziel eines Spoofing-Angriffs sind, geben Sie keinesfalls personenbezogene, sensible oder vertrauliche Daten preis. Reagieren Sie auch nicht auf den Kontaktversuch. Informieren Sie gegebenenfalls die betroffene Organisation über den Vorfall und ändern Sie vorsorglich alle betroffenen Passwörter.

Bereits Daten weitergegeben? Schnell handeln

Wenn sensible Informationen bereits preisgegeben wurden, sollten umgehend geeignete Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

  • Sperren Sie betroffene Karten und Konten
  • Ändern Sie betroffene Passwörter
  • Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Kontaktieren Sie umgehend den betroffenen Anbieter
  • Überwachen Sie außerdem Konten, Zugänge und Transaktionen auf verdächtige Aktivitäten und melden Sie ungewöhnliche Vorgänge sofort Ihrem Kreditinstitut oder der betroffenen Organisation

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