Quishing: Wenn der QR-Code zur Phishing-Falle wird.

Quishing nutzt gefälschte QR-Codes, um Daten zu stehlen. So erkennen Sie die Betrugsmasche und schützen sich vor Cyberkriminellen.

Phishing 2 Min. Lesezeit

Smartphone mit roter Warnsprechblase als Symbol für Betrugs-SMS

QR-Codes sind praktisch und aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Ein kurzer Scan mit dem Smartphone genügt, um Rechnungen zu bezahlen, Speisekarten aufzurufen oder eine Webseite zu öffnen. Genau diese Bequemlichkeit nutzen Kriminelle beim sogenannten Quishing aus.

Phishing mit QR-Code

Beim Quishing platzieren Cyberkriminelle manipulierte QR-Codes auf Parkautomaten, Ladesäulen, Werbeplakaten oder in E-Mails oder Briefen. Wer den Code scannt, wird auf eine gefälschte Website geleitet. Dort sollen Zugangsdaten, Zahlungsinformationen oder andere sensible Daten eingegeben werden.

Die Betrugsseiten sehen den Originalseiten bekannter Unternehmen, Kreditinstitute oder Bezahldienste meist täuschend ähnlich und wirken professionell. Aber im Hintergrund fischen die Betrügerinnen und Betrüger die eingegebenen Daten unauffällig ab. Was Quishing besonders tückisch macht: Vor dem Scannen ist meist nicht erkennbar, zu welcher Internetadresse der QR-Code führt.

So schützen Sie sich

  • Scannen Sie einen QR-Code nur von vertrauensvollen und seriösen Quellen.
  • Achten Sie bei QR-Codes im öffentlichen Raum darauf, ob der Code nachträglich aufgeklebt wurde – solche Überklebungen sollten Sie gar nicht scannen.
  • Kontrollieren Sie die angezeigte Ziel-URL und achten Sie vor dem Öffnen der Website auf ungewöhnliche Zeichen oder Abweichungen vom echten Domainnamen.
  • Zeigt Ihr Smartphone die Ziel-URL nicht vorab an, installieren Sie eine sichere QR-Code-App, mit der dies möglich ist.
  • Bevorzugen Sie bei sensiblen Daten oder Finanztransaktionen die manuelle Eingabe der offiziellen Webadresse im Internetbrowser oder nutzen Sie Ihre Banking-App, anstatt einem QR-Code zu folgen.

Falls Sie bereits Kontozugangsdaten auf einer verdächtigen Website eingegeben haben, sollten Sie unverzüglich das betroffene Konto und den Online-Banking-Zugang sperren. Entweder direkt bei Ihrem Kreditinstitut oder über den Sperr-Notruf 116 116. Überprüfen Sie anschließend Ihre Kontobewegungen und informieren Sie Ihre Bank oder Sparkasse, falls dies noch nicht geschehen ist. Eine Anzeige bei der Polizei ist auf jeden Fall ratsam. Wurden andere sensible Daten wie Passwörter preisgegeben, ändern Sie diese, um weitere Sicherheitsrisiken zu minimieren.

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