So schlagen Kriminelle im Weihnachtsstress zu
Frankfurt, 17. Dezember 2025 – In der Adventszeit häufen sich betrügerische E-Mails, SMS und Messenger-Nachrichten. Viele dieser Angriffe setzen weniger auf technische Schwachstellen als auf psychologische Tricks: Social Engineering nutzt Stress, Hektik und gewohnte Abläufe, um Menschen zu unüberlegten Reaktionen zu verleiten.
Vor Weihnachten kommen mehrere Risikofaktoren zusammen: mehr Online-Bestellungen, ein hohes Kommunikationsaufkommen und volle Terminkalender. In dieser Phase kann es leicht vorkommen, dass Nachrichten zu Lieferungen, Zahlungen oder Konten oft reflexartig geöffnet werden. Kriminelle nutzen das gezielt aus, etwa mit Mitteilungen wie: „Paket konnte nicht zugestellt werden, bitte Daten aktualisieren“ oder „Ihr Konto wird gesperrt – handeln Sie sofort!“.
Der künstlich erzeugte Zeitdruck soll verhindern, dass Betroffene die Echtheit der Nachricht prüfen. Die professionell wirkenden Mitteilungen verlinken häufig auf täuschend echte Webseiten, die persönliche Daten abfangen. Diese Informationen werden anschließend für betrügerische Transaktionen, Kartenübernahmen oder weitere Angriffe genutzt.
Wichtige Hinweise zum eigenen Schutz:
- Dringlichkeit als Warnsignal: Nachrichten, die Zeitdruck erzeugen, immer mit Ruhe und Skepsis prüfen.
- Links nicht anklicken: Webadressen manuell im Browser eingeben, nicht aus Nachrichten öffnen.
- Keine sensiblen Daten preisgeben: PINs, TANs oder Passwörter niemals herausgeben. Kreditinstitute und andere seriöse Anbieter fragen nie danach.
- Absender sorgfältig prüfen: Auf Schreibweise, Domain und ungewöhnliche Tonalität achten.
- Bei Zweifel nachfragen: Über bekannten Kontaktwege, nicht über die verdächtige Nachricht.
- Bei Betrugsverdacht sofort handeln: Physische und digitale Karten sowie Online-Banking-Zugänge umgehend über den Sperr-Notruf 116 116* sperren lassen – rund um die Uhr.
- SperrApp nutzen: Kartendaten hochverschlüsselt hinterlegen und girocards bei teilnehmenden Instituten direkt sperren.
* Der Service des Sperr-Notrufs ist kostenlos. Auch der Anruf bei der 116 116 aus dem deutschen Festnetz ist gebührenfrei. Aus dem Mobilnetz und aus dem Ausland (+49 116 116) können Gebühren anfallen. Sollte der Sperr-Notruf in seltenen Fällen nicht erreichbar sein, gibt es alternativ die Rufnummer +49 (0) 30 40504050.