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27.05.2021

Praktische Tipps zum 50 Euro-Kontaktloslimit

Wie Sie Verwirrung an der Kasse vermeiden und schneller richtig handeln. Das 50 Euro-Kontaktloslimit feiert seinen ersten Geburtstag und Sie bekommen die Tipps, die im Alltag Vorsprung bedeuten.

 

Nur noch rasch eine Milch kaufen, die kontaktlose girocard zücken und dann doch am Terminal die PIN eintippen? „So hatte ich mir das Kontaktlos Zahlen nicht vorgestellt!“, hat schon mancher Kunde gebrummt. Derartige Sicherheitsvorkehrungen dienen jedoch dem Schutz des eigenen Kontos! Und ganz überwiegend hilft das Kontaktlosverfahren, insgesamt Zeit an der Kasse zu sparen. Auch deshalb hatte die Deutsche Kreditwirtschaft im Frühjahr 2020 das Kontaktloslimit auf 50 Euro erhöht.


Diese Tipps helfen Kontaktlos-Anfängern und Fortgeschrittenen.

1. Gehören Sie zu den 31 % der Verbraucher, die sich noch nicht sehr vertraut mit ihrer kontaktlosen girocard fühlen? Anschauliche Erläuterungen zu Funktion, Ablauf und Sicherheit bietet unser Artikel „Fragen und Antworten zum kontaktlosen Bezahlen“

2. Trotz PIN-freier Kontaktlosfunktion Ihrer Karte sollten Sie Ihre Geheimzahl jederzeit aus dem Gedächtnis abrufen können. So muss entweder nach fünf Transaktionen oder auch nach dem Limit von 150 Euro Gesamtsumme die PIN doch wieder eingegeben werden – aus Gründen der eigenen Sicherheit sowie der gesetzlichen Vorgaben. Praktische Merkhilfen für jeden Gedächtnistyp gibt’s auf www.pin-im-sinn.de

3. Mit Ihrer kontaktlosen girocard sind Sie grundsätzlich auf der sicheren Seite. Falls tatsächlich damit Kartendieben Transaktionen ohne PIN-Eingabe gelingen sollten, übernimmt in der Regel die Bank bzw. Sparkasse den Schaden. Wie Ihr Finanzinstitut in diesem Fall haftet, können Sie den Allgemeinen Geschäftsbedingungen entnehmen.

4. Vergessen Sie das Märchen von den mobilen Bezahlterminals, die Ihre Kartendaten auslesen! Damit Zahlungen mit der girocard überhaupt mit einem Gerät abgewickelt werden können, müssen Händler gleich mehrere Sicherheitsbedingungen erfüllen: Sie müssen sich registrieren lassen, ihre Bankverbindung angeben und einen zugelassenen Netzbetreiber beauftragen, über den das Terminal dann läuft. Ohne diese Identifizierungen und Sicherheitsschritte kommt überhaupt keine girocard Zahlung zustande!

Grundsätzlich gilt natürlich: Verlieren Sie keine Zeit, wenn Sie den Verlust Ihrer Karte feststellen. Speichern Sie am besten den zentralen Sperr-Notruf 116 116 vorsorglich unter Ihren Handynummern und/oder laden Sie die Sperr-App herunter. Durch Ihre zeitnahe Verlustmeldung schützen Sie sich vor eventuellen finanziellen Folgen und lästigen Scherereien.

 

Warum auch bei Kleinbeträgen hin und wieder die PIN eingegeben werden muss.

Vor der Corona-Krise mussten Kunden bei Kartenzahlungen ab 25,01 Euro noch stets an der Kasse die PIN eingeben. Seit einem Jahr sind doppelt so große Einkäufe mit der kontaktlosen girocard ohne Authentifizierung möglich. So wird nun auch die Obergrenze für den angehäuften Kontaktlos-Umsatz schneller erreicht als früher. Also wird der Schutzmechanismus aktiviert und die PIN zur Freischaltung ist wieder erforderlich – gefühlt nach kürzerer Zeit bzw. verblüffend häufig.

Der Gesetzgeber hat mit der PSD2-Richtlinie festgelegt, dass nach einer Anzahl aufeinanderfolgender Transaktionen bzw. nach Erreichen einer Obergrenze die Authentifizierung per PIN sein muss. Dieser Rahmen ist den kartenausgebenden Instituten vorgeschrieben, die konkreten Limits – Anzahl und Obergrenze –definieren diese aber selbst. Also bitte auch nicht wundern, wenn Ihr Kumpel mit seiner Karte von der XY-Bank andere Limits bzw. Zeitabstände erlebt, als Sie mit Ihrer girocard von ihrem Finanzinstitut.



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