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26.08.2021

Durchblick bei der TAN!

Wir erklären kurz und kompakt die einzelnen TAN-Verfahren beim Überweisen. Bei den vielen TAN-Verfahren, wie mTAN, smsTAN, mobilTAN, chipTAN, eTAN, smartTAN, verliert man leicht den Überblick.

 

Früher, also in den 1970er Jahren, wurden Überweisungen ausschließlich über Vordrucke getätigt. Man füllte einen Überweisungsträger aus und gab ihn bei der Bank ab, die dann die Überweisung umsetzte. Anfang der Achtzigerjahre startete dann das Online Banking, kostenbedingt war es aber erst einmal nur für Unternehmen und wohlhabende Privatpersonen interessant. Seitdem wurde das System durch die Institute ständig verbessert und optimiert, auch in Sachen Kosten und Sicherheit.

Heute tätigen mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland ihre Bankgeschäfte online und das System ist sicherer denn je. Denn seit September 2019 wird, auf der Basis von PSD2, auch beim Zugriff auf das Online-Banking die Zwei-Faktor-Authentifizierung angewendet. Die gute alte Papier-TAN-Liste, aus der man sich eine TAN aussuchte und dann im Computer eingab, um die Überweisung freizugeben, ist seit 2019 Geschichte. Seither nutzen die Institute unterschiedliche Verfahren, die wir Ihnen nachfolgend kurz vorstellen.


mTAN
Bei manchen Instituten heißt dieses Verfahren auch smsTAN oder mobilTAN. Der Benutzer erhält bei Aufforderung auf sein Mobiltelefon, dessen Nummer er vorher beim Institut registriert hat, per SMS die aktuelle TAN übermittelt, die dann in der Banking App eingegeben wird.


chipTAN
Dieses Verfahren ist auch unter den Namen eTAN oder smartTAN bekannt. Es funktioniert komplett ohne Smartphone. Mit Hilfe eines externen Generators, der nicht mit dem Internet verbunden ist, wird die TAN auf der Grundlage interner Schlüssel berechnet. Hier gibt es, je nach Institut, unterschiedliche Verfahren. Bei manchen Geräten muss die Kontonummer noch manuell eingegeben werden, andere Geräte nutzen die girocard, die in den Generator gesteckt wird. Es gibt aber auch Lesegeräte, die man an den Monitor hält, um so die gültige TAN zu generieren.


pushTAN
Das pushTAN-Verfahren, auch als appTAN bekannt, benötigt eine spezielle App auf dem Handy, es funktioniert nicht mit der Banking-App. Nach Identifizierung entweder durch PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, zeigt die App eine TAN an, die dann in der Banking-App eingegeben wird.


photoTAN
Bei der photoTAN wird ein Grafik-Code auf dem Monitor angezeigt, der mit Hilfe einer App eingelesen wird. Danach wird in der App eine TAN angezeigt, die anschließend manuell zum Abschluss der Überweisung eingegeben wird.


photoTAN Push
Dieses Verfahren hat einen etwas verwirrenden Namen, denn mit einem „Photo“ hat das Ganze nichts zu tun. Auch bei diesem Verfahren wird eine externe App benötigt. Sobald man auf einem anderen Gerät im Rahmen einer Überweisung eine TAN anfordert, meldet sich die App auf dem Smartphone. Hier bekommt man dann noch einmal alle aktuellen Informationen zur Überweisung angezeigt. Nun drückt man auf einen Button zur Freigabe oder schiebt den Regler nach rechts. Die Überweisung wird damit automatisch legitimiert, eine manuelle Eingabe einer TAN ist nicht erforderlich.

 



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