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27.10.2020

Zum Abschluss des „European Cyber Security Month“: Tipps zum Schutz!

Auch in diesem Jahr rief das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wieder zur Teilnahme am European Cyber Security Month (ECSM) auf. Wir greifen zum Abschluss des diesjährigen Aktionsmonats noch einmal das Thema Cyberkriminalität auf. Wir berichten über aktuelle Entwicklungen und geben wichtige Sicherheitstipps zum Schutz vor Betrügereien.

 

Cybercrime Internetsicherheit Quellcode

Der Begriff Cyberkriminalität beschreibt Straftaten, die speziell auf Menschen abzielen, die Computer, Tablets, Smartphones und andere IT-Geräte nutzen. Die Bandbreite dieser Form der Kriminalität ist groß und reicht von der Verbreitung von Kinderpornografie im Internet über das "Phishing" persönlicher Zugangsdaten, dem Online-Handel mit Rauschgift bis hin zur Verbreitung von Schadsoftware und anderen Betrügereien.

Diese Straftaten werden derzeit durch Verbrechen ergänzt, bei denen Trickbetrüger die Verunsicherungen und Ängste im Umfeld der Corona-Krise zur Online-Abzocke nutzen, eine Entwicklung, über die wir bereits in unserem Newsletter im April des Jahres berichteten. In diesem Zusammenhang erwähnten wir auch eine Initiative von Europol, die „Tipps und Ratschläge zur sicheren Telearbeit“ für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie Informationen zum Thema „Wie Sie Ihr Zuhause zu einer sicheren Hochburg im Internet machen“ in vielen Sprachen zum Herunterladen anbietet.

Die Zahl der Betrugsmöglichkeiten ist vielfältig und eine vollständige Auflistung würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Grundsätzlich geht es den Tätern darum, persönliche oder finanzielle Informationen über ihre Opfer zu erhalten. Meist versuchen sie dies über gefälschte E-Mails („Phishing“), Täuschungsversuche per SMS („Smishing“) oder betrügerische Telefonanrufe („Vishing“).

Die gute Nachricht: Mit wenigen konsequent angewendeten Maßnahmen kann man sich schützen! So funktioniert’ s:

1. Antworten Sie grundsätzlich nicht auf E-Mails, deren Absender Ihnen verdächtig vorkommt oder den Sie nicht zuordnen können! Klicken Sie nicht auf Links und öffnen Sie keine angehängten Dokumente.

2. Reagieren Sie nicht auf Textnachrichten oder Mails, bei der die Eingabe einer PIN oder eines Passwortes verlangt wird.

3. Vorsicht bei einem Anruf eines Kreditinstituts oder eines anderen Unternehmens, wenn auf diese Weise versucht wird, an sensible Informationen von Ihnen zu gelangen. Geben Sie diese nicht weiter. Rufen Sie das vermeintliche Institut/Unternehmen unter der Ihnen bekannten offiziellen Telefonnummer besser zurück.

4. Falls auf Ihrem Display die Nummer 110 erscheint, legen Sie einfach auf, denn die Polizei ruft nie über diese Nummer an!

5. Seien Sie bitte vorsichtig, wenn Sie aufgefordert werden, eine TAN einzugeben, eine Zahlung, die angeblich auf Ihrem Konto eingegangen sei, zurück zu überweisen oder Sicherheitssoftware, Apps oder Zertifikate zu installieren.

6. Ändern Sie regelmäßig Ihre Banking-Zugangsdaten. Nutzen Sie dazu Erinnerungsdienste.

7. Speichern Sie niemals Kennwörter, PINs und ähnliche persönliche Zugangsinfos unverschlüsselt in einer Cloud oder App. Auch auf der Festplatte sollten sie nicht liegen. Wertvolle Hinweise zum Merken Ihrer PIN finden Sie hier.

8. Bitte beachten Sie: Banken fragen sensible Daten niemals ab! Nicht per E-Mail, nicht per SMS, nicht per Telefonanruf. Sollte Sie jemand anrufen, sich als Bankmitarbeiter vorstellen und behaupten, gemeinsam eine Konto-Transaktion vornehmen zu müssen, beenden Sie sofort das Gespräch.

9. Sollten Sie bereits Daten eingegeben haben und anschließend Zweifel bekommen, melden Sie sich bitte zur Sperrung Ihres Online-Banking-Zugangs sowie Ihrer Zahlungskarte umgehend bei Ihrem Finanzinstitut oder dem zentralen Sperr-Notruf 116 116.

10. Bevor Sie übereilt auf irgendetwas klicken, denken Sie an das Motto des „European Cyber Security Month 2020“: „Think before U click, erst denken – dann klicken!"


Und wissen Sie eigentlich, was ein Account Takeover oder ein Jailbreak ist? Beim Bundesverband der Deutschen Banken finden Sie ein „Lexikon Cyberkriminalität“, in dem diese und viele andere Begriffe erklärt werden.

 




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