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26.11.2020

Online-Banking ist das neue Normal

Der Studienüberblick II von kartensicherheit.de: Bitkom hat die Digitalisierung in der Bankkundenwelt untersucht. Wie stark ist Online-Banking genau verbreitet? Was ist den Kunden bei ihrer Bank heute wichtig? Bitkom wagt außerdem Trendprognosen für die digitalisierte nahe Zukunft ... 

 

Internet Banking Bitkom Studie Artikel 11_2020

Der Digitalverband Bitkom hat seine aktuelle Umfrage unter mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren ausgewertet. Die Ergebnisse verweisen – was nicht überrascht – auf ein enormes Chancenpotenzial in der Transformation. Erstaunlich sind allerdings die einzelnen Werte.


Für Bankgeschäfte gehen Kunden immer öfter online

Inzwischen nutzen knapp drei Viertel (73 %) der Bundesbürger Online-Banking – das sind 3 % mehr als vor einem Jahr. Praktisch jeder im Alter von 30 bis 49 verwendet Online-Banking (96 %); auch von den 16- bis 29-Jährigen (88 %) und den 50- bis 64-Jährigen (87 %) wird es intensiv genutzt. Von den Senioren ab 65 Jahren ist allerdings nur jeder Fünfte dabei.

Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung allgemein Vorschub geleistet, und dieser Trend wird sich in den kommenden Monaten in der Finanzwelt wohl noch deutlicher abzeichnen. „Die meisten Menschen begegnen ihrer Bank deutlich öfter in der digitalen Welt als in einer Bankfiliale oder im persönlichen Kontakt“, so Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder.


Die Top 10 der Auswahlaspekte für eine Bank

Was bestimmt, für welche Bank sich Kunden entscheiden? In erster Linie geht es den Kunden nach wie vor um Kosten und Sicherheit. In den Umfragewerten von Bitkom spiegelt sich jedoch die zunehmende Gewichtung digitaler Themen.

Das Ranking der wichtigsten Entscheidungsfaktoren für oder gegen einen Anbieter nach ihren Zustimmungswerten:

98 %: die Höhe der Kontoführungsgebühren
98 %: die Höhe der Einlagensicherung
97 %: viele kostenfrei nutzbare Geldautomaten
75 %: das Herkunftsland der Bank
68 %: gebührenfreier Zugang zu Bargeld im Ausland
68 %: persönliche Beratung am Schalter
67 %: digitale Angebote: Online-Banking, Apps und Online-Beratung
67 %: die Marke
53 %: viele Bankfilialen, die leicht zu erreichen sind
47 %: Mobile-Payment-Angebote wie Apple Pay oder Google Pay
34 %: Kundenbindungsprogramme mit Prämien

"Niemand sollte das Tempo unterschätzen, mit dem die Digitalisierung das Kundenverhalten verändern kann. Mobile-Payment-Angebote, die erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind, spielen bereits jetzt für die Auswahl der Bank eine ähnlich große Rolle wie die Anzahl der Bankfilialen", betont Rohleder.


Die Zukunft rückt rasant näher

Digitale Finanzangebote jenseits des klassischen Bankings könnten sich weiterverbreiten, folgert Bitkom aus Untersuchungsergebnissen wie diesen:

  • Fast zwei Drittel der Befragten haben bereits Finanz-Apps für einen besseren Überblick über die eigenen Einnahmen und Ausgaben genutzt oder können sich das vorstellen.
  • Jeder Dritte hat Interesse an Crowdinvesting.
  • Jeder Fünfte hat Interesse an der Nutzung von Robo-Advisors, bei denen Künstliche Intelligenz individuelle Anlageempfehlungen gibt oder sogar Anlageentscheidungen für den Kunden trifft.

Bitkom-Chef Rohleder mahnt: "Die Finanzwelt wird sich in den kommenden Jahren weiter rasant digitalisieren, vom Aktienhandel bis zum Bezahlen an der Supermarktkasse. Die etablierten Institute werden sich ganz neu erfinden müssen."

 

 

 



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