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17.12.2020

Corona, Banken-Digitalisierung, neue Arbeitswelt - ein Umbruch

Eine 20-fache Bestandsaufnahme mit Folgerungen für die Finanzbranche. Corona treibt die Veränderung des Banken-Arbeitsalltags massiv voran. kartensicherheit.de skizziert den Wandel und seine Chancen, Risiken und Trends.

 

Lesen Sie in diesem Artikel:

Auswirkungen: Die Pandemie gibt dem Trend zu Homeoffice, kontaktlosem Bezahlen, digitalen Innovationen und Filialschließungen einen massiven Schub.

Chancen: Der Wandel eröffnet aber auch neue Antworten auf den bestehenden Kostendruck und weist neue Wege im Kundengeschäft.

Risiken: Mit zunehmender Digitalisierung steigt auch die Sicherheitsbedrohung, der Konkurrenzdruck durch neue Zahlungsdienstleister und die Gefahr turbulenter Finanzmärkte.

Prognosen: Die Corona-Pandemie führt zu einem Anpassungsdruck unserer Arbeits- und Wirtschaftswelt. Zudem werden die Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und Verbraucher „gravierender sein als die Weltfinanzkrise 2008 und 2009“.

 

Für unsere Finanzbranche als Mikrokosmos gilt im Grunde, was der Sachverständigenrat der Wirtschaftsweisen gerade erst für den Makrokosmos Deutschland konstatiert hat. Wir sind vor große Aufgaben gestellt, nicht nur wegen Corona. "Der Strukturwandel durch den technologischen Fortschritt, den demografischen Wandel und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft ist eine große Herausforderung", so das Jahresgutachten. Mitten im Epochenbruch versucht kartensicherheit.de nun, ein Schlaglicht auf unsere spezielle Arbeitswelt zu setzen – anhand von vier Fragen.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-krise-wirtschaftsweise-erwarten-bessere-konjunktur-1.5110362

 


I. Welche Auswirkungen hat Corona für die Finanzbranche und ihre Mitarbeiter?

1. Mobiles Arbeiten
Die Anzahl der deutschen Unternehmen, die ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten ermöglichen, war bereits im zweiten Quartal auf über 60 % gestiegen. Die Finanzbranche hat sich als führend beim Wechsel ins Homeoffice erwiesen. Banken und Versicherungen haben die Möglichkeiten besonders stark ausgebaut (80 %). Inzwischen hat der Homeoffice-Betrieb eine flexiblere Arbeitsorganisation angeschoben, mit der die Menschen weniger gestresst und produktiver sind. Ein DAK-Gesundheitsreport hat mit seiner Vorher-Nachher-Messung zu Digitalisierung und Homeoffice den Vergleich zum Dezember 2019 ermöglicht: Auch die Digitalisierung bewerten mittlerweile 39 % mehr Befragte als Entlastung; etwa 80 % weniger Befragte bezeichnen die Digitalisierung noch als Belastung. Derart bewährt, wird sich das Homeoffice an vielen Stellen auch in Zukunft halten.

https://www.it-daily.net/it-sicherheit/cloud-security/25965-it-sicherheit-beim-mobilen-arbeiten

https://www.dasinvestment.com/banken-und-versicherungen-finanzbranche-fuehrend-bei-wechsel-ins-homeoffice/


2. Veränderter Zahlungsverkehr
Der Umbruch im Zahlungsverhalten der Deutschen wird durch die Hygienevorkehrungen in der Corona-Pandemie eindeutig gefördert. Elektronische Transaktionen nehmen zu. Die girocard verzeichnet stetige Zuwächse: 20,7 % mehr Transaktionen, 10,9 % mehr Umsatz im ersten Halbjahr 2020. Mehr als die Hälfte der girocard-Bezahlvorgänge finden kontaktlos statt. Sogar 30 % der klassischen Barzahler greifen nach eigenen Angaben seit der Pandemie vermehrt zur Karte. (Mehr Details dazu im Allensbach-Studienüberblick der November Newsletter-Ausgabe.)

Gleichzeitig nimmt das Konsumverhalten in der aktuellen Pandemielage insgesamt ab, die Verbraucher sparen vermehrt. Analysen der Sparkassen-Finanzgruppe weisen einen Anstieg der Sparrate nach, in einigen Monaten auf rund 20 % – eine ungefähre Verdoppelung zum sonstigen Durchschnitt.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/schuldneratlas-2020-gravierender-als-die-weltfinanzkrise-experten-erwarten-zunahme-der-ueberschuldungen/26607602.html


3. Zusätzliche Aktionsschwerpunkte
Mit der Triebkraft des Online-Handels, der enormen Aufschwung während der Pandemie erfahren hat, steigt nicht nur die Zahl der Transaktionen mit Debit- und Kreditkarten deutlich an. Für Banken und Kartenanbieter haben sich auch manche Aktionsschwerpunkte gewandelt. Man denke nur an die Rückbuchungen in der Reise- und Veranstaltungsbranche oder Themen wie Zahlungsrückstände und daraus folgernde Aufgaben für das Risikomanagement und das Kundenportfolio ... bis hin zur Schadensbearbeitung sind die Mitarbeiter in ihrer Flexibilität und Lernbereitschaft mehr gefordert. Auf die Entwicklung müssen sich die Anbieter weiter vorbereiten.


4. Modernere Angebotspalette
Das digitale Angebot von Online-Banking, Mobile-Payment & Co. wird immer stärker frequentiert. Die Verbraucher stehen kontaktlosen Kartenzahlungen und anderen Bezahlmethoden immer offener gegenüber. Sie verlangen auch von Beratern entsprechend umfangreicheres und vielfältigeres Wissen ab. (Mehr Details dazu im Bitkom-Studienüberblick der November Newsletter-Ausgabe.)


5. Verschärfter Innovationskurs
Covid-19 beschleunigt die Dringlichkeit der digitalen Transformation. Die Verbraucher haben sich an das fortschrittliche digitale Engagement in anderen Branchen gewöhnt (Netflix, Amazon, Zoom ...). Das Retail Banking muss aufholen und daher seine Strategien überdenken. Wettbewerbsbedingt kommen Zahlungsdiensteanbieter nicht umhin, ihre Organisation konsequent datengesteuert umzustellen und die Digitalisierung voranzutreiben.

https://thefinancialbrand.com/97444/retail-consumer-digital-digitization-transformation-fintech-credit-union-strategy/

https://thefinancialbrand.com/97453/covid-19-coronavirus-digital-innovation-transformation-trend-capgemini-amazon/

https://www.der-bank-blog.de/menschen-vision-motivation/innovation/37670075/


6. Reduzierter Filialbetrieb
Was der Trend zur Digitalisierung von Bankdienstleistungen angefacht hat, haben die Hygienemaßnahmen befeuert: Die Ausdünnung des Filialnetzes greift weiter um sich. Die niederländische Rabobank beispielsweise will die Hälfte ihrer Filialen schließen, die Deutsche Bank plant Schließungen, die Commerzbank ... die Aufzählungen ließen sich lange fortsetzen. Ob die Idee eines gemeinsamen Zweigstellenbetriebs weiter Schule macht, wie er von der Taunus Sparkasse und Frankfurter Volksbank bereits seit 2019 verfolgt wird, muss sich noch zeigen.

https://www.cash.ch/news/top-news/banken-rabobank-macht-haelfte-der-filialen-dicht-1658008

https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020058006&artsubm=bf&r=Banken%20&%20Finanzen

https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2020121009


7. Fortgesetzter Stellenabbau
Auch wenn sich der Arbeitsplatzabbau in der Branche gegenüber den Vorjahren etwas verlangsamt hat, wirken sich die anhaltend niedrigen Zinsen und drohenden Kreditausfälle in der Corona-Krise auf den Trend aus, der mit der Digitalisierung einhergeht. Während der Pandemie wurde der Jobabbau noch häufig auf Eis gelegt, doch diese Phase scheint nun vorüber. Mehr als 30 Kreditinstitute aus Europa, Nordamerika, Asien und Afrika planen Kürzungen. Weltweit nähert sich der Stellenabbau aktuell den 70.000 an, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht.

https://de.reuters.com/article/deutschland-banken-arbeitspl-tze-idDEKBN25Y136

https://www.institutional-money.com/news/maerkte/headline/stellenabbau-bei-banken-weltweit-naehert-sich-70000-an-201324/


8. Weitere Kostensenkungsinitiativen
Vom Bankschalter bis zum Asset Management ist der Profitabilitätsdruck durch Covid-19 gesteigert worden. Die Ausgaben für die Einhaltung strengerer Vorschriften, Investitionen in digitale Technologien und erhöhte IT-Sicherheitsmaßnahmen müssen ausgeglichen werden. Obwohl Europas Banken zu Beginn der Pandemie wesentlich widerstandsfähiger aufgestellt waren als zur weltweiten Finanzkrise 2008, sind zunehmende Profitabilitätsprobleme erkennbar. Zu radikalen und disziplinierten Sparmaßnahmen kann das Datenmanagement enorm beitragen. Die Implementierung eines effizienten Datamanagements und Einführung einer effektiven Data Governance gehören zu den Schlussfolgerungen.

https://zeb-consulting.com/de-DE/european-banking-study-2020-0

https://www.institutional-money.com/news/maerkte/headline/stellenabbau-bei-banken-weltweit-naehert-sich-70000-an-201324/

 


II. Welche Chancen sind damit verbunden?

9. Ortsflexibles Arbeiten
Homeoffice wird häufiger zur Dauerlösung, insbesondere in größeren Unternehmen wird die ortsungebundene Arbeitsweise auch nach Ende der Pandemie nicht mehr wegzudenken sein. Denn in der Ausnahmesituation hat sich gezeigt, dass sich doch mehr Tätigkeiten für die Arbeit im Homeoffice eignen als bislang angenommen. In der Informationswirtschaft beispielsweise rechnen zwei Drittel der Unternehmen daher mit einer dauerhaften Ausweitung der Heimarbeit.

https://de.statista.com/infografik/22490/beschaeftigte-in-der-deutschen-informationswirtschaft-die-im-homeoffice-arbeiten/


10. Vielfältige Innovationen
In der Zukunft ist mit mehr Innovationen und viel mehr Zahlungsdiensten auf dem Markt zu rechnen. Durch die Covid-19 Pandemie hat auch das Interesse an Echtzeitzahlungen auf der ganzen Welt einen Schub erfahren. Mit der Zunahme von Echtzeitzahlungen wird es dann wahrscheinlich zu einer weiteren Verbreitung von Mehrwert- und digitalen Overlay-Diensten kommen. Indien ist wohl das Land, in dem Overlay-Dienste bisher am erfolgreichsten eingeführt wurden und in dem auch das Transaktionsvolumen stark wächst.

https://www.finextra.com/blogposting/18877/why-the-covid-19-pandemic-might-be-a-catalyst-for-further-adoption-of-worldwide-real-time-payments

https://www.finextra.com/newsarticle/36019/whatsapp-launches-payments-service-in-brazil


11. Neue Kundennähe
Sehr viele Privat- und Geschäftskunden kämpfen mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise. Vollmundige Werbeversprechen von partnerschaftlicher Beratung stehen derzeit auf dem Prüfstand und im Internet schlagen sich die Kundenstimmen automatisch nieder. Hier liegt großes Potenzial für Kundendialog und -bindung. Aber auch die globale technische Entwicklung drängt. Insbesondere die etablierten Finanzdienstleister müssen näher an ihre Kunden heranrücken und dabei neue Wege gehen, wenn sie sich Marktanteile sichern wollen. Das Produktportfolio am veränderten Zahlungsverhalten der Menschen auszurichten, gehört natürlich dazu.

https://www.finextra.com/blogposting/18879/3-steps-to-keep-and-grow-your-digital-customers


12. Intensiveres Firmenkundengeschäft
Eine Star Finanz Studie zur Digitalisierung im deutschen Mittelstand zeigt: Banken und Sparkassen sind als digitale Beratungspartner bei mehr als einem Drittel der Unternehmen gefragt. Ihr Wunsch nach digitalen Services von Banken und Sparkassen hat im Vergleich zum Vorjahr in praktisch allen Bereichen angehalten. Spitzenreiter sind weiterhin Kredit-Services (36 % vs. 2019: 39 %), gefolgt von Cash Management (25 % vs. 2019: 28 %) und Vertragsverwaltung (19 % vs. 2019: 22 %). Zu digitalen Services von FinTechs drängt es die Befragten kaum: 94 % haben deren Dienste bisher nicht in Anspruch genommen. Die regionale Verankerung und oft langjährige Kundenbeziehung vor Ort wirken (noch) als Wettbewerbsvorteil gegenüber globalen BigTechs. Die Rolle als Begleiter in der Digitalisierung ist also ausbaufähig.

Das Star Finanz Whitepaper „Expertenrat Digitalisierung“ können Sie hier abrufen: https://www.starfinanz.de/expertenrat-digitalisierung/

https://www.der-bank-blog.de/finanzinstitute-als-digitale-beratungspartner-gefragt/firmenkunden/37670226/


13. Megatrend Conversational Banking

Konversationsbanking wird als das Bankgeschäft der Zukunft gehandelt. Die nächste digitale Wachstumswelle! Hier kommen Messaging Apps, Chatbots, Künstliche Intelligenz, Automatisierung u.ä. zum Zug. Damit werden neue Formen der Interaktion zwischen Bank und Kunde möglich. Auch neue Jobs für speziell ausgebildete Kundenservice-Mitarbeiter entstehen für die Branche
im Rahmen des „New Work“.

https://www.it-finanzmagazin.de/conversational-banking-bots-assistieren-im-core-banking-111715/

https://blog.avaloq.com/what-is-conversational-banking

 

III. Welche Risiken werden gleichzeitig absehbar?

14. Zunehmende Cyberattacken
Die Corona-Pandemie wird von Tätergruppierungen gezielt und außerordentlich erfindungsreich genutzt; sie gehen skrupellos, flexibel und hochdynamisch vor. Als größte Bedrohung gelten Phishing-Angriffe, CEO-Fraud, betrügerische Webseiten und andere Betrugsversuche mit IT-Mitteln. Daher ist höchste Vorsicht bei E-Mails von unbekannten Absendern geboten. Der Forderung, Geld zu zahlen, sollte niemals entsprochen werden.

Die erhöhten Schutzmaßnahmen schlagen wiederum zu Buche. Schon jetzt werden 10,9 % des durchschnittlichen IT-Budgets für Cybersecurity-Programme ausgegeben. Durch sie werden jedoch nur 60 % eines geschäftlichen Ökosystems geschützt. 40 % der Sicherheitsvorfälle treten über Schwachstellen in den Netzwerken auf.

https://www.accenture.com/de-de/insights/security/invest-cyber-resilience

https://www.it-daily.net/shortnews/25620-cyberkriminelle-haben-sich-der-corona-krise-schnell-angepasst

https://www.bsi.bund.de/DE/Publikationen/Lageberichte/bsi-lageberichte.html

Die aktuelle „Sonderauswertung Cybercrime in Zeiten der Corona-Pandemie“ des Bundeskriminalamtes können Sie hier herunterladen:

https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Cybercrime/cybercrimeSonderauswertungCorona2019.html


15. Neue Sicherheitsbedrohungen
Im Homeoffice verlassen sich Arbeitnehmer stärker auf persönliche Geräte und die Cloud. Während am Firmenstandort IT-Experten permanent für die Cybersicherheit sorgen, bieten sich den Kriminellen neue Chancen im virtuellen Arbeitsraum der Einzelnen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt klare Regelungen, um möglichst viele Unsicherheiten auszuräumen. Dabei gilt es zum einen, technische Maßnahmen zu ergreifen und zum anderen, Angestellte in den wichtigen Bereichen zu sensibilisieren.
Zu den Mindestmaßnahmen jedes Einzelnen sollten regelmäßig diese drei Vorkehrungen gehören:
- Sicherheitsprogramme und Antivirus-Software stets auf dem neuesten Stand halten
- Passwörter immer wieder ändern und dabei komplex halten
- Backups der Systeme und Daten erneuern

https://blog.checkpoint.com/2020/04/07/a-perfect-storm-the-security-challenges-of-coronavirus-threats-and-mass-remote-working/

https://www.it-daily.net/it-sicherheit/cloud-security/25965-it-sicherheit-beim-mobilen-arbeiten


16. Geringere Erträge
Während die digitalen Transaktionen angestiegen sind, fallen die Prognosen für die Erträge von Banken und Zahlungsdienstleistern bis 2024 nur relativ moderat aus. Ihr Wachstum wird hierzulande bestenfalls bei 1 % pro Jahr gesehen, bis hin zu Einbußen von 1,7 % jährlich. Maßgeblich für die Entwicklung sind sinkende Zinserträge und das tatsächliche Tempo der wirtschaftlichen Erholung.
Die gute Nachricht: Egal, ob die zugrunde gelegten Konjunktur-Szenarien von einer schnellen oder langsamen Erholung der Wirtschaft ausgehen, oder doch von tiefgreifenden Krisenauswirkungen – stets laufen die Prognosen auf steigende Transaktionserträge zwischen 2025 und 2029 hinaus.

https://www.der-bank-blog.de/corona-pandemie-umbruch-zahlungsverkehr/studien/37670179/


17. Turbulente Finanzmärkte
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden die Finanzmärkte noch über Monate, wenn nicht Jahre beeinflussen. Marktturbulenzen wie im Frühjahr bringen bedeutende Risiken für die Finanzinstitute mit sich. Dabei sind auch Schwächen im Liquiditätsmanagement der Banken offengelegt worden.

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/behoerde-pandemie-wird-schweizer-banken-noch-lange-beschaeftigen-9500518


18. Hochdynamische Innovationen
Digitale Produkte, Prozesse, Technologien sowie neue Geschäftsmodelle gelten als disruptive Veränderungstreiber. Mobile Payment steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Für Banken und Sparkassen stellen die Entwicklungen rund ums Bezahlen mit dem Smartphone durchaus riskante Herausforderungen dar. Überhaupt:
Innovative Anbieter drängen schon seit längerem auf den Markt, Corona hat die Strömung noch verschärft. Das gilt auch für den Geschäftskundenbereich. FinTechs und globale Einkaufsplattformen, Anbieter von ERP- und Treasury Management Software etc. steigern den Handlungsdruck.

https://www.der-bank-blog.de/corona-pandemie-umbruch-zahlungsverkehr/studien/37670179/

 


IV. Wie sehen verschiedene Institutionen die Entwicklung?

19. Mittelfristige Konjunktur-Erholung
Die sog. Wirtschaftsweisen erwarten eine bessere Konjunktur als bisher befürchtet. Laut Jahresgutachten des Sachverständigenrates schrumpft die deutsche Wirtschaft 2020 nur um 5,1 %, während Fachleute im Frühjahr noch ein Einbruch bis zu doppelter Stärke angenommen hatten. Demnach fiele der ökonomische Schaden geringer aus als nach der Finanzkrise 2008. Andere Forschungsinstitute sowie die Bundesregierung gehen derzeit von etwas mehr Schrumpfung aus (rund 5,5 %). Für 2021 erwarten die Wirtschaftsweisen ein Wachstum von 3,7 %, auch wenn die Lage fragil bleibt.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/corona-krise-wirtschaftsweise-erwarten-bessere-konjunktur-1.5110362

https://de.reuters.com/article/deutschland-wirtschaftsweise-konjunktur-idDEKBN27R1V2


20. Folgeproblem Überschuldung
Das Institut für Finanzdienstleistungen (IFF) hatte schon im Sommer darauf hingewiesen, dass Überschuldungen infolge der Coronakrise dramatisch zunehmen.
Auch Creditreform stuft die langfristigen Perspektiven der Überschuldungsentwicklung als besorgniserregend ein. Die Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und Verbraucher „werden gravierender sein als die Weltfinanzkrise 2008 und 2009“.

https://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/schuldneratlas-2020-gravierender-als-die-weltfinanzkrise-experten-erwarten-zunahme-der-ueberschuldungen/26607602.html

 

 



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