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27.08.2020

Betrugsentwicklung Debitkarten Januar bis Juli 2020 insgesamt rückläufig

Die Schäden mit deutschen girocards haben sehr geringe Größenordnungen. Wie eine Träne im Ozean: Die aktuelle Debit-Schadensstatistik gibt weitestgehend Entwarnung. Aber zu oft haben die Diebe auch die PIN ergattert.

 

kartensicherheit.de fasst die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammen:


Weniger Gesamtschaden trotz wachsender Kartenpräsenz im Alltag

Die aktuellen Betrugszahlen für die ersten Monate im Jahr 2020 zeigen deutlich, dass die Maßnahmen, die Banken und Sparkassen sowie die Zahlungskartenindustrie gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden in den letzten zehn Jahren ergriffen haben, Wirkung zeigen. 2010 waren die Schäden durch Kartenfälschungen etwa 50-mal so hoch wie heute. Die Migration auf die sichere EMV-Chip-Technologie hat es möglich gemacht, dass 2020 nur noch 8 Prozent des Gesamtschadens, der mit in Deutschland herausgegebenen Debit-Karten entsteht, Kartenfälschungen zuzuordnen sind. Vor zehn Jahren waren es noch 80 Prozent. Der übrige Teil des Gesamtschadens entfällt auf Diebstahls- und Verlustfälle und hat sich in der Höhe des Schadens in den letzten zehn Jahren kaum verändert, ist immerhin aber auch um knapp 10 Prozent zurückgegangen.

99,993 % der Karten bleiben unangetastet

Mehr als 100 Millionen girocards sind aktuell herausgegeben, davon sind rund 70 % mit dem Maestro Co-Branding ausgestattet. Insgesamt wurden zwischen Januar und Juli 2020 7.445 Betrugsfälle registriert, das bedeutet: nur etwa jede 14-tausendste Karte (0,007 %) ist überhaupt von Betrug betroffen. Diebstahl passiert mit 0,005 % der Karten, Dublettenbetrug mit 0,003 %.

Durchschnittlicher Transaktionsschaden und Schaden pro Fall verringert

Lag der Durchschnittsschaden pro Transaktion bei Diebstahls- und Verlustfällen in 2018 noch bei 187 Euro so liegt er heute bei 86 Euro. Der Durchschnittsbetrag pro Schadensfall lag lange über 400 Euro, geht aber seit zwei Jahren zurück und liegt aktuell unter 300 Euro.

Kontaktlos schlägt sich im Schadensbetrag kaum nieder

Betrachtet man den Diebstahlsschaden pro Transaktion „kontaktlos ohne PIN“, so liegt dieser im Durchschnitt bei nur knapp 11 Euro.
Der Prozentanteil aller Kontaktlos-Transaktionen, sowohl mit als auch ohne PIN, an den gesamten Lost/Stolen-Transaktionen liegt zwar bei 38 %, der Schaden jedoch nur bei 2 %.


Trend bei den Erlangungstaten

Der Verlust bzw. Diebstahl der Karte auf dem Postweg ist erfreulicherweise gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019 um knapp die Hälfte zurückgegangen. Nach wie vor wird „Geschäft/Kaufhaus“ am häufigsten als der Ort genannt, am dem der Verlust der Karte stattgefunden hat.


Meistens gelangen die Täter auch an die PIN

In mehr als dreiviertel aller Diebstahlsfälle gelangen die Kriminellen auch an die Geheimzahl. Nur knapp 25 % der Betrugsfälle durch Diebstahl wurden ohne Verwendung der PIN registriert.

Karteninhaber sind aufgerufen, die PIN nicht in geschriebener Form aufzubewahren, weder auf einem Zettel in der Geldbörse noch im Handy zu speichern. Am besten gleich auswendig lernen, dann haben die Diebe keine Chance!

 

 

 

 




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