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29.11.2018

Rekordtief beim Kartenbetrug

Die Verluste durch Kartenbetrug an Zahlungsterminals sind auf ein 13-Jahres-Tief gesunken.

Der European Payment Terminal Crime Report für das erste Halbjahr 2018 bezeugt den niedrigsten Verluststand seit 2005.

Der aktuelle Report der European Association for Secure Transactions (EAST) wurde am 10. Oktober veröffentlicht.

Weniger Verluste durch Skimming
Insgesamt wurden Verluste in Höhe von 107 Mio. € in Europa ausgewiesen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Verluste durch Skimming zurückzuführen (von 118 Mio. € auf 104 Mio. €). Die Betrugsfälle im Zusammenhang mit Zahlungsterminals gingen insgesamt um 43% zurück (von 11.934 auf 6.790). Innerhalb dieser Gesamtzahl von Skimming sanken die Vorfälle um 19% (von 1.221 auf 985) und lagen damit deutlich unter dem Höchstwert von 5.743 Vorfällen im gleichen Zeitraum 2010.

EMV und andere Abwehrmechanismen
EAST Executive Director Lachlan Gunn sagte: „Der signifikante Rückgang der Vorfälle und Verluste beim Skimming spiegelt die anhaltende Wirksamkeit von EMV wider – und die Arbeit seitens der Entwickler von Zahlungsterminals und der Kartenherausgeber, die sie im Hinblick auf Gegenmaßnahmen wie Geo-Blocking oder Funktionen zur Betrugsüberwachung und Betrugserkennung geleistet haben. Europa war wegweisend mit EMV, das heute weltweiter Standard ist, und alle Beteiligten in der Zahlungskartenbranche profitieren von der erhöhten Sicherheit".

Logische Angriffe auf Geldautomaten
Angriffe auf die logischen Module von Geldautomaten gingen um 46% zurück (von 114 auf 61). Alle gemeldeten "Jackpotting"-Angriffe waren "Black Box"-Angriffe. Die damit verbundenen Verluste sanken um 83% (von 1,51 Mio. € auf 0,25 Mio. €), was darauf zurückzuführen ist, dass viele dieser Angriffe erfolglos bleiben.

Physische Angriffe auf Geldautomaten
Physische Angriffe auf Geldautomaten stiegen um 21% (von 1.696 auf 2.046 Vorfälle). Angriffe im Zuge von Raubüberfällen durch Rammen mit einem Fahrzeug und Geldautomaten-Einbrüchen stiegen um 26% (von 470 auf 590 Vorfälle), Sprengstoffangriffe auf Geldautomaten (Attacken sowohl mit gasförmigen als auch festen Sprengstoffen) nahmen um 2% zu (von 481 auf 490 Vorfälle). Die Verluste durch physische Angriffe auf Geldautomaten beliefen sich auf 15,1 Mio. €, ein Anstieg um 24% gegenüber den 12,2 Mio. € im gleichen Zeitraum 2017.

Über EAST
Die gemeinnützige Organisation EAST wurde 2004 gegründet. Ihre Mitglieder sammeln Informationen von den EAST-Outputs und teilen diese mit den Terminalbetreibern (ATM, SST & POS) und Netzwerken in ihren Ländern/Regionen.
Die Aufgabe der "European Association for Secure Transactions" ist es, Informationen für die Zahlungsverkehrsbranche zu sammeln und bereitzustellen sowie durch eine europaweite Koordinierung der Sicherheitsressourcen die effektive Vertretung von Fragen der Zahlungs- und Terminalsicherheit bei den zuständigen europäischen Zentralinstitutionen zu erleichtern.
Der EAST hat eine Rahmennetzstruktur geschaffen, um die Zusammenarbeit mit der Industrie, den Strafverfolgungsbehörden und insbesondere mit Europol zu verbessern; außerdem, um bei der Bekämpfung der organisierten grenzüberschreitenden Kriminalität ein besseres Bewusstsein und bessere Ergebnisse zu erzielen. 35 Länder sind bei EAST vertreten.

Weiterführende Informationen
Für eine pdf-Version des Berichts (nur für Medien) wenden Sie sich bitte an den EAST Executive Director Lachlan Gunn.

 




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