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30.10.2018

Magertrend und Optimismus

Ein Dreivierteljahr Debit Schadensstatistik: Für 2018 kristallisiert sich eine positive Gesamttendenz heraus, nicht ohne neuralgische Punkte.

Hurra, die Schadensfälle durch Verlust und Diebstahl nehmen im Großen und Ganzen ab! Der Wermutstropfen: Während die Schäden am POS zweistellig gesunken sind, stiegen sie um 3,5% am Geldautomaten.

Mit den offiziellen Zahlen fürs dritte Quartal vervollständigt sich langsam die Jahreseinschätzung: EURO Kartensysteme hat jetzt die „Entwicklung des Missbrauchs mit von deutschen Zahlungsdienstleistern herausgegebenen Debit-Karten" für den Erfassungszeitraum Januar bis September 2018 vorgelegt. Die Vergleichszahlen beziehen sich stets auf die Gegenüberstellung des gleichen Erfassungszeitraumes Q1 bis Q3 für 2018 zum Vorjahr, sofern nicht anders bezeichnet.

Was erfreulich ist
Mehrheitlich Minus-Prozente und rückläufige Zahlen, deutlich weniger Brutto-Schäden bei Dubletten. Auch wenn das vierte Quartal mit seinem traditionell erhöhten Reise-, On- und Offline-Geschäftsaufkommen noch bevorsteht, gibt das Jahr 2018 Grund zu einer positiven Zwischenbilanz und vorsichtigem Optimismus.

Was besonders auffällt
Für alle Zahlungssysteme gilt: Sowohl der Schaden als auch der Einsatz von verlorenen bzw. gestohlenen Karten – wobei in den weitaus meisten Fällen die PIN ebenso abhandengekommen ist – hat an POS-Terminals abgenommen (10,5% weniger Brutto-Schäden, 9% weniger Fallzahlen).
Auch an Geldautomaten ist die Zahl der Fälle um 4,8% zurückgegangen. Die Brutto-Schäden durch Lost/Stolen-Fälle von girocards an Geldautomaten sind dagegen um 3,5% gestiegen. Fasst man alle Brutto-Schäden der drei bisherigen Jahresquartale zusammen, so verzeichnet der Gesamt-Missbrauch einen Anstieg von nur 1,6% gegenüber dem Vorjahr.

Was Kartenfälschungen angeht
Eine besonders starke Abnahme der Zahlen ist beim Einsatz von Kartendubletten an Geldautomaten festzustellen: Um fast 30% sind die Brutto-Schäden gesunken, um 24% die Anzahl der Transaktionen. Bei der Anzahl der Manipulationen inländischer Geldautomaten wurden drei Vorkommnisse mehr als im Vorjahr gezählt. Seit Jahren betreffen übrigens Dubletten-Schäden zu 100% nur das Maestro Zahlungssystem.

Wo die Hotspots sind
Der Schwerpunkt der Dubletteneinsätze ist nach wie vor auf dieselben drei Länder verteilt: Indien (über 26%), Indonesien (über 24%) und USA (23% Schadensanteil). Die restlichen 27% des Schadensanteils verteilen sich auf weitere 36 Länder. Die meisten Manipulationen von Geldautomaten werden in Deutschland im touristenreichen Berlin registriert.

 




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