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30.08.2016

EAST veröffentlicht European Fraud Update 2/2016

Anfang Juli 2016 hat EAST das zweite europäische Fraud-Update veröffentlicht. Es basiert auf aktuellen Betrugsstatistiken, die Vertreter der 17 Länder der Single Euro Payments Area (SEPA) und sechs nicht zum SEPA-Raum zählender Länder auf der 39. EAST Sitzung bei Europol in Den Haag am 8. Juni 2016 zur Verfügung gestellt haben.

Achtzehn Länder berichteten vom Betrugsdelikt Card Skimming an Geldautomaten. Ein sich abzeichnender Trend ist der verstärkte Einsatz interner Skimming-Gerätschaften, so  genannter M3-Kartenleser. Diese werden an verschiedenen Stellen innerhalb des motorisierten Kartenlesers hinter der Blende platziert. In fünf Ländern kam es zu derartigen Angriffen.

Schäden durch Skimming-Angriffe traten vor allem außerhalb der Länder auf, in denen die EMV-Chip-Haftungsumkehr gilt. So vermeldeten 52 Länder und Territorien außerhalb des SEPA-Raums derartige internationale Verluste und nur neun Länder und Gebiete innerhalb des SEPA-Raums. Am häufigsten traten derartige Schäden in den USA, in Indonesien und in Jamaika auf.

Neun Länder berichteten von Skimming-Angriffen auf andere Terminaltypen, und acht Länder vermeldeten derartige Angriffe auf unbeaufsichtigte Zahlungsterminals an Tankstellen.

In drei von fünf Ländern, in denen es zu ATM Malware-Attacken (Schadsoftware an Geldautomaten) und zu Logischen Sicherheitsangriffen kam, ermöglichten missbräuchliche „Blackbox“-Angriffe“ die Ausgabe von Bargeld. Maßnahmen zur Bekämpfung derartiger Angriffe finden sich in dem von Europol in englischer, deutscher und spanischer Sprache herausgegebenen "Leitlinien und Empfehlungen zu Logischen Angriffen auf Geldautomaten“.

Zu Ram Raids (Raub von Geldautomaten mittels schwerem Gerät) und Diebstahl von Geldautomaten kam es in zehn Ländern, und acht Länder berichteten von explosiven Gasangriffen. In fünf Ländern kam es vermehrt zum Einsatz von massivem Sprengstoff.

Erstmals enthält das Europäische Fraud-Update auch Informationen über die Deliktsart Zahlungsbetrug, welche in neun Ländern auftrat. Drei von ihnen vermeldeten Datenlecks von Hotelbuchungsseiten, ein Land berichtete von Betrug mit kontaktlosen Zahlungskarten.
 
Das vollständige Fraud-Update steht EAST Mitgliedern (Nationale und Associate Member) sowie Abonnenten zur Verfügung.




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