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23.03.2016

Das Bezahlen von morgen – schon heute

Was haben ein Biolandhof, ein Goldschmied, ein Rechtsanwalts-Duo, ein „Unterwasserladen“ und eine Kartbahn gemein? Nein, nun folgt keine witzige Pointe – denn tatsächlich gibt es eine Sache, die diese zugegebenermaßen sehr unterschiedlichen Unternehmen verbindet: Sie alle akzeptieren nicht nur die Zahlung mit der girocard, sondern bieten zudem bereits heute das Bezahlen von morgen an – mit girocard kontaktlos.

Bereits seit Oktober 2015 wird in den Regionen Kassel, Göttingen und Baunatal – also im Umkreis der künftigen girocard city – die Kontaktlos-Funktion der girocard auf NFC-Basis erprobt. Damit kann ähnlich wie bei girogo bis zu einem gewissen Betrag ganz bequem durch das Vorhalten der Karte über den Funkstandard NFC bezahlt werden. Bei der kontaktlosen Variante der girocard wie auch bei den üblichen, kontaktbehafteten Zahlungen wird der offene Rechnungsbetrag direkt vom Konto abgebucht.

Wie immer gilt: Safety first!
So schön das bequeme, innovative und schnelle Bezahlen mit der Kontaktlos-Technologie auch sein mag, gerade bei einem sensiblen Thema wie dem Bezahlen gilt stets die Devise: Sicherheit geht vor. Aus diesem Grund gelten natürlich die gleichen hohen Sicherheitsstandards wie bei kontaktbehafteten Zahlungen per girocard. Darüber hinaus ist auch die kontaktlose Funktion der girocard mit einigen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, um dem Nutzer die bestmögliche Bezahlerfahrung, gepaart mit maximaler Sicherheit, zu bieten. So sind alle kontaktlosen Zahlungen mit der girocard ohne Eingabe der PIN auf maximal 25 Euro begrenzt – höhere Beträge werden zwar ebenfalls kontaktlos eingeleitet, müssen allerdings zur Sicherheit für den Verbraucher mit der PIN bestätigt werden. Als weiterer Schutzmechanismus kommt für mehrere kontaktlose Zahlungen hintereinander ein bestimmter Grenzwert zum Einsatz. Ist dieser erreicht, muss die Zahlung mit der PIN bestätigt werden – auch wenn der Rechnungsbetrag unter 25 Euro liegt.

Auch von technischer Seite ist das System bestens abgesichert. Erkennt ein Terminal zwei oder mehrere kontaktlose Karten während einer Zahlung, wird der Bezahlvorgang automatisch abgebrochen. So wird verhindert, dass kontaktlose Zahlungen versehentlich durch die falsche Person initiiert werden. Zudem muss die Karte für eine Zahlung dicht an das Terminal gehalten werden, da die Reichweite der NFC-Funktion auf wenige Zentimeter begrenzt ist. Eine unabsichtliche Zahlung durch bloßes Vorbeigehen an einem Terminal ist also nicht möglich. Ein optisches oder akustisches Signal bestätigt zudem jeden Zahlvorgang. Auch der Datenschutz der Nutzer wird großgeschrieben: Bei Zahlungen werden lediglich eine spezielle Kartennummer und das Ablaufdatum der girocard übermittelt, jedoch keine persönlichen Daten wie Name, Kontonummer oder Details zur Transaktion.

Die Kasselaner sind begeistert
Die erste Resonanz auf die Erprobung der Kontaktlos-Technologie ist übrigens durchweg positiv: So zeigen sich nicht nur die rund 350 teilnehmenden Händler in der Region wie beispielsweise Edeka Hessenring als Partner der ersten Stunde sehr zufrieden mit den Abläufen und der Akzeptanz der neuen Technologie. Auch die Kunden, die eine der 130.000 aufgerüsteten girocards erhalten haben, sind begeistert und probieren die neue Bezahlform fleißig aus. Dementsprechend fällt auch das erste Resümee nach rund drei Monaten Erprobungsdauer sehr positiv aus, denn rund 10.000 Mal wurde die neue Technologie in diesem Zeitraum bereits genutzt.

Die Nicht-Kasselaner müssen sich zwar noch etwas gedulden, aber ganz bestimmt nicht auf das bequeme kontaktlose Bezahlen mit der girocard verzichten. Ab Ende 2016 statten die Volksbanken Raiffeisenbanken vier Millionen ihrer girocards mit der neuen Kontaktlos-Funktion aus. Die Sparkassen stellen zunächst über sieben Millionen ihrer Kundenkarten auf die kontaktlose girocard-Funktion um.