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31.03.2015

Manipulation von Tankautomaten – BKA ermittelt erfolgreich gegen international agierende Kartenfälscher

Ermittlungserfolg

Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) haben in den frühen Abendstunden des 26. Februar 2015 in Hanau zwei mutmaßlich führende Mitglieder einer rumänischen Fälscherbande festgenommen. Den 26- und 34-jährigen rumänischen Tatverdächtigen wird vorgeworfen, im Jahr 2014 Tankautomaten an zahlreichen deutschen Tankstellen mit sogenannten Skimmern (installierte Mini-Lesegeräte zum Auslesen und Kopieren von Magnetstreifendaten) manipuliert zu haben.*

Mit dem "Skimming-Equipment" wurden die Daten auf dem Magnetstreifen der Tankkarten sowie die vom Kunden am Tankautomat eingegebene Geheimnummer ausgespäht. Die Fälscherbande stellte mit den erlangten Daten Kartenfälschungen her und setzte diese zu betrügerischen Betankungen an Tankstellen in Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Österreich, Ungarn und der Schweiz ein. Der dadurch verursachte Schaden beläuft sich auf über 3,5 Millionen Euro.

Bereits Ende 2014 waren fünf mutmaßliche Mitglieder des Fälscherrings im Bundesgebiet festgenommen worden.

BKA-Präsident Holger Münch: "Selbst Tankbetrug ist heute digital - mit massiven Schäden! Der Schlag gegen den Fälscherring ist ein weiterer Erfolg bei der Bekämpfung der international organisierten Zahlungskartenkriminalität."

Die Ermittlungen belegen, dass Straftäter schnell auf technische Veränderungen reagieren. Da die Präventionsmaßnahmen von Kartenindustrie und Banken an Geldautomaten und sogenannten Point of Sale-Terminals mehr und mehr greifen und damit der Abgriff von
Zahlungskartendaten vielfach verhindert wird, wenden sich die Täter neuen Angriffszielen, wie beispielsweise Tankkartendaten, zu.

Das Ermittlungsverfahren führt die Staatsanwaltschaft Dresden.

*Wir veröffentlichen Teile der Original-Pressemitteilung des BKA, die Sie hier abrufen können.

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