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30.04.2015

EAST-Jahresbericht 2014: Skimming-Schäden steigen europaweit trotz rückläufiger Angriffe

Trotz europaweit rückläufiger Angriffe auf Geldautomaten sind die daraus resultierenden Schäden 2014 im Vorjahresvergleich wieder gestiegen. Wie aus dem aktuellen EAST ATM Crime Report für das Gesamtjahr 2014 weiter hervorgeht, entstanden die Schäden hauptsächlich in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum, wo der EMV-Sicherheitsstandard noch nicht flächendeckend eingeführt ist.

Die Gesamtschadenshöhe durch Angriffe auf Geldautomaten stieg EAST zufolge von 248 Mio. Euro in 2013 um 13% auf 280 Mio. Euro in 2014. Dabei entfiel der Löwenanteil auch in 2014 wieder auf internationale Skimming-Schäden, die um 18% auf 238 Mio. Euro zulegten. Innerhalb Europas sanken die Skimming-Schäden gegenüber 2013 hingegen um 9%.

Die Anzahl der Attacken ging EAST zufolge binnen Jahresfrist von 21.346 um 26% auf 15.702 zurück, wobei die Modus Operandi Transaction Reversal Fraud um 95%, die Cash Trapping-Angriffe (zum Glossareintrag Cash Trapping) um 31% sanken.

Geo-Blocking verhindert Schäden effektiv
Lachlan Gunn, EAST Direktor und Coordinator, kommentierte die aktuellen Zahlen laut Pressemitteilung wie folgt: „Dank verbreiteter, regionaler Geo-Blocking-Maßnahmen ist Europa vom Anstieg der internationalen Skimming-Schäden verschont geblieben. Der Magnetstreifen auf den EMV-Karten macht die Zahlungskarten nach wie vor angreifbar für Skimming-Angriffe – und Geo-Blocking verhindert, dass die Betrugsversuche erfolgreich sind“.

Physische Angriffe auf Geldautomaten
Detailergebnissen der EAST-Statistik zufolge nahm die Anzahl der physischen Angriffe auf Geldautomaten gegenüber 2013 um 6% auf 1.980 ab, doch auch in dieser Kategorie stiegen die Schäden binnen Jahresfrist um 17% auf 27 Mio. Euro. Der durchschnittlich angerichtete Schaden pro Geldautomaten legte von 11.393 Euro in 2013 auf 25.640 Euro in 2014 zu. Die 21 Länder, deren Daten in die aktuelle Erhebung eingeflossen sind, zählten per 31. Dezember 2014 insgesamt 373.503 aktive Geldautomaten.

EAST, der auch die EURO Kartensysteme angehört, wurde Anfang 2004 als freiwilliger Verbund zur Bekämpfung der Kriminalität an Geldautomaten in Europa gegründet. Das Team von EAST setzt sich aus Polizei-, Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden sowie kreditwirtschaftlichen Vertretern und Kartenorganisationen aus 28 Ländern Europas zusammen. EAST wird von Europol, dem Europäischen Polizeiamt in Den Haag, unterstützt.

Der komplette EAST-Jahresreport 2014 steht registrierten Nutzern der EAST-Website unter www.european-atm-security.eu zur Verfügung. Hier finden Sie ebenfalls Hinweise, wie Sie Abonnent werden können.




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