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17.12.2015

Deutschlandweite Zunahme der physischen Angriffe auf Geldautomaten

Sprengungen, Herausreißen, Aufbrüche – eine Übersicht der physischen Angriffe auf Geldautomaten listet deutschlandweit allein von Juli bis Mitte Dezember knapp 100 Vorfälle dieser Variante des Bankraubs auf. Zum Glück kamen hierzulande bislang keine Personen zu schaden. Der Gesamtwert des erbeuteten Geldes beläuft sich mittlerweile jedoch auf mehrere Millionen Euro, dazu kommen noch die erheblichen Sachschäden.


Physische Angriffe auf Geldautomaten an oder in Kreditinstituten nehmen zu. Auch Geldautomaten in Verbraucher-, Bau- und Getränkemärkten sowie an Tankstellen standen im Fokus der Täter, die meist nach dem gleichen Prinzip vorgehen: Die Geldautomaten werden zunächst abgedichtet, anschließend wird Gas über den Geldausgabeschacht, Lücken oder kleinste Öffnungen eingeleitet, dann die Sprengung ausgelöst – und das alles in wenigen Minuten. Verheerende Verwüstungen sind nicht selten die Folge. Die Überfälle geschehen meist nachts, wenn in der Regel niemand Geld abhebt und die Täter ihren Untaten unbehelligt nachgehen können.

Statistisch gesehen kam es in Deutschland in diesem Jahr alle drei Tage zu derartigen physischen Angriffen auf Geldautomaten, vorwiegend in Regionen Nordrhein-Westfalens an der niederländischen Grenze und im Rheinland, aber auch in Niedersachsen, Hessen und Thüringen.

Intensive Ermittlungen der Landeskriminalämter zeigen bereits Erfolge. Presseberichten zufolge konnten Anfang November im nordrhein-westfälischen Hamm mehrere Täter aus Osteuropa festgenommen und die dortige Anschlagsserie damit beendet werden. Nach zahlreichen weiteren Tätern wird per Haftbefehl gesucht.

Freiwillige Einmeldemöglichkeit in EKS-Net
Ab dem 09.12.2015 präsentiert sich EKS-Net in einem neu gestalteten Layout und mit der neuen Möglichkeit, physische Angriffe auf Geldautomaten zu erfassen. Ziel dieser Maßnahme ist es, einen Überblick über die in Deutschland stattfindenden physischen Angriffe auf Geldautomaten zu erhalten, Schwerpunkte und Tatzusammenhänge zu erkennen und nicht zuletzt auch die Ermittlungsbehörden durch die gewonnenen Erkenntnisse bei der Aufklärung dieser Straftaten zu unterstützen.