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29.10.2015

Betrugsdelikt Cash-Trapping auch in Deutschland auf dem Vormarsch

Von Nord bis Süd haben sich in Deutschland im Jahresverlauf die Cash-Trapping-Vorfälle gehäuft – ein keineswegs neues Betrugsdelikt, doch für die Täter durchaus lukrativ, erhalten sie doch in den meisten Fällen genau das, worauf sie es abgesehen haben: Bargeld.

Zwei Angriffsvarianten identifiziert
Erkenntnissen mehrerer Polizeibehörden zufolge wenden die Täter oder Tätergruppen bei der „Bargeld-Falle“ zwei Methoden an, um den Geldautomaten zu manipulieren und an das Bargeld zu gelangen:
 

  1. Am Geldausgabeschacht wird eine täuschend echt aussehende Blende mit doppelseitigem Klebeband an der Rückseite angebracht. An diesem Klebeband bleiben die vom Geldautomaten ausgegebenen Geldscheine hängen und werden im Anschluss von den Tätern entnommen.
  2. Die Täter manipulieren die Klappe des Geldausgabeschachts so, dass sie sich im Falle einer Abhebung nicht automatisch öffnet und das ausgezahlte Geld im Schacht für den Kunden nicht sichtbar zurückbleibt. Verlässt der Kunde die Bank, kann der Täter dann das ausgezahlte Geld, mittels eines speziell dafür angefertigten Werkzeuges, aus dem Automaten entnehmen.
     

Zahlreiche Cash-Trapping-Vorfälle – und eine Festnahme
Im Polizeipräsidium Trier sind seit Anfang September sechs manipulierte Geldausgabeautomaten gemeldet worden. Wie viele Geschädigte es gibt, wird noch durch die Kriminalpolizei ermittelt. Auch in Villingen und im benachbarten Schwenningen gingen Bankkunden an unterschiedlichen Automaten leer aus, in Villingen trat jedoch kein Vermögensschaden für die Kunden ein. In Schwenningen hielten sich die Schäden mit 700 Euro in Grenzen. Zu Cash-Trapping-Vorfällen kam es des Weiteren in Tuttlingen, Stuttgart und Paderborn.

In Freiburg konnte ein Täter ‚in flagranti’ erwischt und festgenommen werden, als Bankkunden einen umgebauten Geldausgabeschacht entdeckten und umgehend die Polizei informierten.

Wie es aus Ermittlerkreisen heißt, ist nicht auszuschließen, dass es in den kommenden Wochen zu weiteren Cash-Trapping-Angriffen an Geldautomaten in Deutschland kommen wird.

kartensicherheit.de und die Polizei raten: 

  • Wird das Bargeld nach dem üblichen Abhebevorgang am Geldautomaten nicht ausgezahlt oder erscheint eine Fehlermeldung, überprüfen Sie den Geldausgabeschacht und die Klappe des Shutters.
  • Bleiben Sie in jedem Fall beim Geldautomaten und benachrichtigen Sie umgehend die betroffene Bank und die Polizei.
  • Lassen Sie sich nicht von einem vermeintlich hilfsbereiten Fremden vom Automaten weglocken.



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