Schutz vor missbräuchlichen oder unberechtigten POS-Zahlungen mit Debitkarten

Der beste Schutz vor Betrug - das electronic cash-Verfahren

Der Handel beklagt nach wie vor hohe Schäden durch unberechtigte oder missbräuchliche Zahlungen im elektronischen Lastschriftverfahren. Nicht selten werden bei diesen Delikten Karten zu betrügerisch eröffneten Konten bei Banken und Sparkassen verwendet. Effektiven Schutz bietet hier das sichere, PIN-basierte Bezahlverfahren electronic cash.

Laut Erkenntnissen des Polizeipräsidiums Südosthessen haben sich Tätergruppen – zumeist aus dem Ausland – "gezielt auf den Kontoeröffnungsbetrug und die betrügerische Nutzung des Lastschriftverfahrens spezialisiert", so die Beamten.

Effektiven Schutz vor dem missbräuchlichen Einsatz der girocard schafft das sichere, PIN-basierte electronic cash-Verfahren. Denn hier erfolgt mit der Eingabe und Prüfung der persönlichen Geheimzahl nicht nur die sofortige Sicherheits- und Bonitätsprüfung des Karteninhabers online. Der Händler erhält darüber hinaus auch eine Zahlungsgarantie des kartenausgebenden Instituts. Dies bedeutet, dass die bezahlten Beträge dem Händler umgehend automatisch gutgeschrieben werden. Bei Kartensperren sowie mangelnder Kontodeckung bzw. der Überschreitung des Tages- oder Wochenlimits der eingesetzten girocard werden die entsprechenden Zahlungen abgelehnt.

Niedrigere Missbrauchsquoten

Aus all diesen Vorteilen resultiert, dass die Missbrauchsquote im electronic cash-Verfahren seit der Einführung im Jahre 1991 äußerst niedrig ist: Bei insgesamt 1,67 Milliarden Transaktionen und Umsätzen in Höhe von 95 Milliarden Euro im letzten Jahr lagen die Schäden mit missbräuchlich eingesetzten girocard-Karten nach wie vor im unteren Promillebereich.

Auch im elektronischen Lastschriftverfahren sind die Schäden laut der Polizeistatistik 2008 zurückgegangen. Einer der Gründe hierfür war sicher die Einführung von KUNO (Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationen). In ganz erheblichem Umfang mit dazu beigetragen hat aber auch, dass viele Händler im vergangenen Jahr auf das sichere electronic cash-Verfahren umgestellt haben.

Die Transaktionsgebühren im electronic cash-System sind höher als im elektronischen Lastschriftverfahren, doch entstehen den Händlern beim PIN-basierten System keinerlei Folgekosten, wie zum Beispiel Bearbeitungsaufwände im Mahnwesen, bei der Adressrecherche und bei Forderungsausfällen. Zudem fallen keine Bankgebühren für die Rückgabe der Lastschriften sowie bei Auskunftsersuchen bei Banken und Sparkassen an.