Schutz vor Missbrauch und Betrug im Online-Handel

Vor Missbrauch und Betrug im Internet gibt es zwar keinen absoluten Schutz, Händler können jedoch anhand einiger Maßnahmen zumindest sicherstellen, dass Online-Kunden zuverlässige und nachprüfbare Informationen während des Kaufvorgangs im Internet angeben. Dies dient nicht zuletzt auch der Prävention zukünftiger Online-Betrügereien.

10 Tipps, wie möglicher Betrug frühzeitig erkannt werden kann

  • Hat sich der Kunde umfassend über das Produkt und den Preis erkundigt? Handelt es sich um einen Neukunden?
  • Werden hochpreisige Produkte bestellt, die sich leicht wiederverkaufen lassen?
  • Ist der Rechnungsbetrag vergleichsweise exorbitant hoch? Bestellt der Kunde zahlreiche verschiedene Waren? Weicht die Zusammenstellung der bestellten Waren vom üblichen Bestellmuster ab?
  • Gibt der Kunde Kartendaten einer anderen Person an, zum Beispiel die eines Familienmitglieds?
  • Verweigert der Kunde die Angabe einer Telefonnummer für Rückfragen oder gibt er eine Mobilfunknummer an?
  • Erscheint Ihnen die Lieferadresse suspekt? Wurde diese bereits bei früheren Bestellungen mit davon abweichenden Karteninhaberdaten verwendet? Geht die Lieferung ins außereuropäische Ausland?
  • Wird der Kunde bei telefonischen Rückfragen von anderen beraten oder werden ihm dabei Antworten zugeflüstert?
  • Verwendet der Kunde mehrere Karten, um den Wert der Bestellung darauf zu verteilen?
  • Verhält sich der Kunde bei Nachfragen zu seinen Kundendaten unsicher oder kennt er die Details nicht?
  • Erinnert sich der Kunde nicht an die von ihm angegebene Heimatadresse oder Telefonnummer? Muss der Kunde bei telefonischen Nachfragen auf zusätzliche Unterlagen zurückgreifen?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit Ja beantworten können, bedeutet dies noch nicht, dass es sich um eine betrügerische Bestellung handelt. Vor der Versendung der bestellten Waren sollten Sie jedoch die Beschaffung zusätzlicher Informationen über den Online-Einkäufer in Erwägung ziehen.

Zusätzliche Sicherheit vor evtl. missbräuchlichen Einkäufen bietet auch die Einbindung von

  • Adressüberprüfungsservices und
  • 3D Secure-Sicherheitsstandards wie MasterCard SecureCode oder Verified by Visa.

Online-Händler ihrerseits sollten der Datenschutz einhaltenden Speicherung der Transaktions- und Karteninhaberinformationen höchste Priorität einräumen. Sichergestellt werden hierbei ohnehin die Verschlüsselung der übermittelten Kartendaten sowie der Karteninhaberinformationen. Acquirer geben hier umfassend Auskunft.


Leitfaden zum Management von Betrugsrisiken im Fernabsatzgeschäft

Visa hat einen Leitfaden für das Management von Betrugsrisiken im Fernabsatzgeschäft für Händler erstellt. Aufgezeigt werden unter anderem Lösungswege, wie Händler Risiken im Fernabsatzgeschäft begegnen können.

Zum Leitfaden auf der Visa-Website