Wichtige Tipps beim Versenden von Waren in Risikoländer

Das Versandgeschäft ermöglicht Verkäufe, ohne die persönliche Anwesenheit des Kunden oder die Vorlage einer Kreditkarte. Sie als Händler erhalten dabei eine Anschrift des Bestellers und die Information, wie der Besteller bezahlen will.

Gegen den Missbrauch von Kreditkarten können Sie sich schützen. Gerade der Missbrauch von Kreditkarten führt im Versandgeschäft zu Rückbuchungen (Chargebacks) und folglich zu Verlusten für Sie als Versandhändler.
 
Folgende Länder gelten aktuell als besonders kritisch, wenn es um das Versenden von Ware geht:

  • Afrika
    Insbesondere Elfenbeinküste, Nigeria, Ghana, Ägypten
  • Asien
    Indonesien, Philippinen, Malaysia
  • Osteuropa
    Rumänien, Bulgarien, Litauen, Kasachstan, Ukraine, Balkanstaaten (ehem. Jugoslawien), Ungarn
  • Westeuropa
    Großbritannien (hier speziell der Großraum London), Niederlande (hier speziell Amsterdam/Hakfort)

Dabei kommen Kreditkarten aus der ganzen Welt zum Einsatz. Verstärkt werden Kreditkarten aus Großbritannien und den USA eingesetzt. Sie können auch aus dem Verhalten der Besteller Rückschlüsse auf einen möglichen Betrug ziehen.
 
Dabei sollten Sie auf folgende Auffälligkeiten besonders achten:

  • Der Karteninhaber möchte den Rechnungsbetrag auf mehrere Kreditkarten aufteilen.
  • Auf einer Bestellung stehen mehrere Kartennummern mit gleichem oder unterschiedlichen Namen.
  • Der Besteller kündigt bereits Probleme an, wie z. B. sollte die Karte nicht funktionieren, dann schicke ich Ihnen die Kartennummer meiner "Frau" oder benutzen Sie eine der nachfolgenden Kartennummern.
  • Versandkostenhöhe spielt keine Rolle - es muss nur schnell gehen.
  • Besteller will unbedingt die Tracking-ID des Spediteurs (Hinweis: Die Ware soll abgefangen werden).
  • Ungewöhnlich hohe Anzahl an Bestellungen oder ein hoher Warenwert (gerade bei Neukunden).
  • Bestellungen via Internet werden oft über "freie" Provider, d.h. ohne Vertragsbindung des Kunden vorgenommen.

Sofern Sie Zweifel an einer Bestellung haben, führen Sie die Bestellung(en) nicht aus! Fragen Sie bei der Bestellung immer nach der Kartenprüfnummer und teilen Sie diese bei der Genehmigungsanfrage mit. Prüfen Sie eingehende Bestellungen nach dem vorgenannten Muster sorgfältig.