Tipps zur Reisekasse

  • girocards und Kreditkarten gehören zu den praktischsten und sichersten Zahlungsmitteln, weil sie bei Verlust gesperrt werden können.
  • Nehmen Sie 2 Zahlungskarten mit, denn nicht jede Karte ist überall einsetzbar. 
  • Für die ersten Ausgaben empfiehlt es sich ca. 100 bis 200 Euro oder den entsprechenden Gegenwert in der Landeswährung dabei zu haben. 
  • Außerhalb touristischer Zentren sind Reiseschecks eine gute Alternative, da sie bei Verlust versichert sind und innerhalb kurzer Zeit ersetzt werden.
  • Behandeln Sie Ihre Karte genauso sorgsam wie Bargeld.
  • Lassen Sie Ihre Zahlungskarten nicht unbeaufsichtigt zurück, weder in Jacke, Tasche noch im Auto.
  • Werfen Sie regelmäßig einen Blick in Ihren Geldbeutel und prüfen Sie, ob noch alle Karten da sind.
  • Verdecken Sie die Sicht auf die Tastatur bei der PIN-Eingabe
  • Bewahren Sie Ihre Geheimzahl nicht zusammen mit der Karte auf – auch nicht als getarnte Telefonnummer. Und lernen Sie Ihre PIN auswendig.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig und sorgfältig Ihre Kontoauszüge.
  • Lassen Sie die Karte bei Verlust oder Diebstahl sofort sperren.
  • Weltweit kann man an ca. 1,1 Mio. Geldautomaten mit dem Maestro- oder Cirrus-Logo Bargeld erhalten und in über 100 Ländern an knapp 11 Mio. Händlerterminals bezahlen
  • girocards mit dem V PAY-Logo können hauptsächlich in Europa eingesetzt werden
  • Achtung: Oftmals sind girocards aus Sicherheitsgründen für den Auslandseinsatz gesperrt oder auf eine bestimmte Summe begrenzt. Klären Sie vor der Reise mit Ihrer Bank oder Sparkasse, wie hoch das Verfügungslimit im Ausland für Sie ist und lassen die Karte ggf. freischalten bzw. das Limit erhöhen.
  • Nutzen Sie im Ausland bevorzugt die Geldautomaten offizieller Banken zu den Öffnungszeiten. Dann haben Sie im Notfall gleich einen Ansprechpartner.
  • Bei der Bedienung wählen Sie eine Sprache, die Sie auch verstehen, um ungewollte Transaktionen zu vermeiden.
  • Wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt, brechen Sie den Vorgang besser ab.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn die Landeswährung in Euro um- und abgerechnet werden kann. Lokale Händler und Banken versuchen mit ihren Automaten bei der Umrechnung des Kurses zu kassieren. Automaten locken häufig mit dem Versprechen „garantierter Wechselkurs“, wobei sie dann den Kurs und auch die Provision bestimmen. In den meisten Fällen kommt Sie das teuer zu stehen, besonders wenn Sie nur kleinere Beträge abheben.
  • Es ist besser, sich für die Auszahlung in Landeswährung zu entscheiden. Dabei rechnet die eigene Bank oder Sparkasse den vereinbarten, meist günstigeren, Wechselkurs ab.
  • Lassen Sie Ihre Karte nie aus den Augen. Verlangen Sie z.B. das Kartenlesegerät auf der Ladentheke oder am Restauranttisch. Lassen Sie es möglichst nicht zu, dass Ihre Karte mit ins Hinterzimmer genommen wird. Hier kann leichter eine Kopie zu Missbrauchszwecken angefertigt werden.
  • Vergleichen Sie Rechnungsbeleg genau mit Unterschriftenbeleg
  • Sammeln Sie alle Belege und prüfen Ihre Kontoauszüge. Unrechtmäßige Abbuchungen reklamieren Sie bitte sofort bei Ihrer Bank oder Sparkasse und lassen Sie die Karte vorsorglich sperren.
  • Innerhalb des Euro-Währungsgebietes ist das Shoppen mit girocard und Kreditkarte gebührenfrei
  • Girocard:
    • Außerhalb des Euro-Währungsgebietes fällt meist 1% vom Umsatz als Gebühren an
    • Gebühren bei Bargeldabhebungen an Geldautomaten hängen vom kartenausgebenden Institut ab. Generell gilt: Beim kontoführenden Institut oder dessen Partnerbanken erhält man Bargeld in vielen Fällen kostenlos.
  • Kreditkarte
    • Die Konditionen für Bargeldabhebungen regelt jedes Institut individuell: Meist werden hier pro Kreditkarteneinsatz 2 - 4% des Umsatzes oder ein Mindestbetrag pro Abhebung berechnet. Den Kurs für Fremdwährungen legt das kartenausgebende Institut fest.
    • Außerhalb der Eurozone kommt meist noch ein Aufschlag auf den Umrechnungskurs hinzu. Einige Institute geben zwar Kreditkarten heraus, bei denen Kunden kostenlos an Automaten Geld abheben können, doch werden hierfür dann außerhalb der Eurozone ersatzweise Auslandseinsatzentgelte zwischen 1 - 2% - abhängig vom Umsatz - fällig.
  • Grundsätzlich gilt jedoch: Abhebungen mit der girocard sind günstiger als mit Kreditkarte.
  • Der klassische Diebstahl erfolgt meist in Geschäften, Supermärkten, Pkw‘s
  • Beim Diebstahl auf offener Straße lenken Kriminelle ihre Opfer ab, indem sie diese „versehentlich“ anrempeln oder nach dem Weg fragen, um unbemerkt die Karte zu stehlen.
  • Tragen Sie Bargeld und Zahlungskarten immer in verschlossenen Innentaschen der Kleidung, möglichst dicht am Körper.
  • Hängen Sie Handtaschen im Restaurant nicht an Stuhllehnen und deponieren Sie Ihren Mantel nicht an einer unbeaufsichtigten Garderobe, wenn der Geldbeutel darin ist.
  • Seien Sie beim Einkaufen im Gedränge besonders wachsam und vermeiden Sie größere Bargeldsummen in der Geldbörse.
  • Bar- und Plastikgeld, Ausweispapiere und Reisetickets, die unbeaufsichtigt im Auto oder im Hotelzimmer liegen, sind leichte Beute für Kriminelle. Eine sichere Alternative ist der Hotelsafe.
  •  Lassen Sie die Karte sofort sperren und melden Sie den Verlust Ihrer Bank oder Sparkasse. Notieren Sie den Zeitpunkt der Sperrung. Eine Kartensperrung können Sie unter den zentralen Notrufnummern rund um die Uhr vornehmen. Die Sperrnummern lauten + 49 116 116* bzw. + 49 (0) 1805  021 021**.
    *  kostenfrei aus dem dt. Festnetz und über Mobilfunk innerhalb Deutschlands, gebührenpflichtig aus dem Ausland.
    ** 14 ct./min. (inkl. USt.) aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkhöchstpreis 42 ct./min. (inkl. USt.), abweichende Gebühren aus dem Ausland.
  • Wurde Ihre Karte gestohlen, melden Sie den Kartenverlust sofort der Polizei und bewahren Sie das Protokoll der Anzeige gut auf.

Die Haftungsregelung bei girocards wird von den einzelnen Kreditinstituten gemäß der jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen gehandhabt. Karteninhaber sind im Zeitraum zwischen Verlust oder Diebstahl der Karte und der Sperrung durch eine Haftungsobergrenze von 150 Euro geschützt, bei einigen Instituten sogar ganz von der Haftung befreit – sofern sie nicht grob fahrlässig gehandelt haben. Das wäre der Fall, wenn beispielsweise die PIN gemeinsam mit der girocard aufbewahrt wurde. Wird die Sorgfaltspflicht eingehalten, kommt das jeweilige Kreditinstitut in voller Höhe für den Schaden auf.

  • Wenn Sie sich außerhalb touristischer Zentren bewegen.
  • Vorteile: grundsätzlich sicherer als Bargeld, werden in der Regel weltweit bei Banken, Wechselstuben und in Hotels akzeptiert, sind versichert und unbegrenzt gültig. Gehen sie verloren, erhält man - auch kurzfristig - Ersatz.
  • Erstattet wird der volle Betrag, ohne dass zusätzliche Entgelte anfallen.
  • Minderjährige können Reiseschecks einsetzen.
  • Wer Reiseschecks bereits beim Kauf in der entsprechenden Landeswährung ausstellen lässt, spart zwar am Urlaubsort Wechselgebühren, doch fallen beim Rückumtausch nach dem Urlaub meist Gebühren an. Nicht benötigte Reiseschecks können wegen ihrer unbegrenzten Gültigkeit jedoch auch bis zum nächsten Urlaub aufbewahrt werden.
  • Tipp: Erkundigen Sie sich vor Reiseantritt ob Reiseschecks in Ihrem Urlaubsland akzeptiert werden.
  • Wer in Länder außerhalb des Euro-Währungsgebietes reist, sollte vorher in Erfahrung bringen, ob die Fremdwährung gegenüber dem Euro als ‚hart’ oder ‚weich’ gilt:
    • bei Reisen in Länder mit stabilen Währungen – z.B. USA, Großbritannien, Skandinavien, Schweiz – tauschen Sie einen kleinen Bargeldbetrag bereits in Deutschland
    • bei Reisen nach Nordafrika, Osteuropa, Südamerika, Malaysia, in die Türkei erhält man die Landeswährung dort bei Banken oftmals zu günstigeren Umtauschkursen als hierzulande.
  • Bargeld gehört zu den unsichersten Zahlungsmitteln, denn bei Diebstahl oder Verlust gibt es hierfür keinen Ersatz. 100 bis 200 Euro oder den Gegenwert in der Währung des Urlaubslandes reichen normalerweise fürs Taxi zum Hotel, einen Imbiss oder kleinere Besorgungen aus.

Der SOS-Infopass

Alle Notrufnummern auf einer Karte stehen Ihnen zum Download bereit.

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+49 ist nicht immer 0049

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